"Elektrosensible": von Tätern und Opfern (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 07.08.2019, 00:13 (vor 103 Tagen) @ KlaKla

Unser Stand gehörte, laut Aussage der Beobachter, zu den bestbesuchten am Marienplatz. [...]

*räusper*

► Welche "Beobachter"?
► Im Rückblick des Veranstalters werden die "Elektrosensiblen" nicht erwähnt.
► Im Vergleich zu den übrigen 66 Ständen war der Stand der "Elektrosensiblen" vielleicht das "Ungeheuer vom Loch Ness" am Münchener Marienplatz.
► Und nicht zuletzt: Wer sagt uns, dass das Gros der Besucher nicht die Mitglieder des Vereins waren?

Kommentar: Aus meiner Sicht hat der Verein für Elektrosensible auf dem Selbsthilfetag nichts zu suchen, da er kontraproduktiv wirkt und damit die Idee der Selbsthilfe auf den Kopf stellt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist "Elektrosensibilität" eine psychische Erkrankung, die fachärztlich erfolgversprechend zu behandeln wäre (kognitive Verhaltenstherapie), solange Betroffene noch Restzweifel haben, ob ein (bis heute wissenschaftlich nicht gefundener) Kausalzusammenhang zwischen ihren Symptomen und schwachen elektromagnetischen Feldern (EMF) besteht. Der Verein arbeitet jedoch in die entgegengesetzte Richtung, er bestärkt Betroffene in ihrem Glauben, es bestünde ein Kausalzusammenhang zu EMF, "Elektrosensibilität" sei keine psychische Erkrankung, sondern eine physische. Der Verein entfremdet Betroffene damit von angemessener fachärztlicher Behandlung und führt sie in eine Sackgasse, an deren Bordsteinen "Helfer" warten (z.B. Baubiologen, niedergelassene Umweltmediziner ...), die den Betroffenen Messgeräte, Schirmmaßnahmen, "Entgiftung", pseudowissenschaftliche Schutzprodukte und anderes mehr verkaufen wollen. Nicht umsonst pflegte die Vereinsführung – zumindest in der Vergangenheit – den engen Kontakt zu solchen "Helfern". Wer auf dem Marienplatz von den "Elektrosensiblen" angeworben wurde, den erwartet, wenn überhaupt, nur vordergründig Selbsthilfe. Doch gemeinsame Ausflüge in Kräutergärten, gemeinsam dumme Anti-Mobilfunk-Hetzfilme schauen oder gemeinsam Vorträgen von Baubiologen lauschen, all dies löst das vitale Problem der vermeintlich "Elektrosensiblen" nicht dauerhaft, früher oder später tut sich die dunkle lange Sackgasse auf.

Hintergrund
Mitgliederentwicklung des Vereins für Elektrosensible
Pfarrer H.: Instrumentalisierung eines Todesfalls
"Elektrosensibilität": Streitfall Semmelweis

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
EHS, Opfer, Kausalzusammenhang, unterwandert, Verhaltenstherapie, Täter, Irrglaube, Selbsthilfegruppen


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