W-Lan bringt Haut der Beine zum Brennen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 21.01.2024, 13:42 (vor 91 Tagen) @ H. Lamarr

Mein Name ist Sebastien Puech, ich bin 25 Jahre alt und arbeite als Softwareentwickler.

Ich bin am 5. Oktober 2019 nach Wien, Österreich, umgezogen. Im April 2020 sind meine zwei Mitbewohner zurück von ihren Eltern gekommen (wegen Lockdowns), so dass ich bis dahin der einzige in der Wohnung war. Deswegen, wollte ich meine Internetgeschwindigkeit verbessern, denn das Internet war durch einen 4G Router per WLAN verfügbar. Als ich früher gehört hatte, dass WLAN und Handys „nicht sehr gesund seien“, habe ich mal im Web recherchiert, ob WLAN gesünder ist als 4G. Ich habe ein Video gefunden, wo schreckliche Funkproblemen beschrieben wurden. Daher habe ich WLAN sofort ausgeschaltet, meinen Computer mit einem Ethernet-Kabel verbunden und den Router nachts ausgeschaltet.

Den Tag danach, habe ich mich plötzlich entspannter gefühlt. Trotzdem habe ich weiter darüber nachgedacht. Ich habe mich vor Computer gesetzt, ohne WLAN. Dann habe ich WLAN auf dem Computer eingeschaltet, sonst nichts verändert. Ein paar Sekunden danach hat es mir in den Beinen gekribbelt. Dann habe ich WLAN am Computer ausgeschaltet, und das Gefühl war wieder weg. Habe WLAN wieder eingeschaltet und das Gefühl kehrte zurück. So ich habe mich entschieden, WLAN ausgeschaltet zu lassen.

Ein Monat später ist ein Mitbewohner in die WG zurückgekehrt. Daher musste ich den Router wieder wie früher einsetzen, sprich mit WLAN. Als ich in der Frühe auf meinem Laptop zu arbeiten angefangen habe, habe ich plötzlich Kopfschmerzen bekommen und das Gefühl, dass die Oberfläche meiner Beine brennt. Ich hatte aber keine andere Möglichkeit gehabt, um Internet zu bekommen, und ich hatte damals WLAN genutzt, ohne irgendwelche Missempfindungen. Dann dachte ich, dass ich nur stark sein müsse und mich später wieder an WLAN gewöhnen würde. Am Mittag hat es mir richtig weh getan. Um 15 Uhr habe ich die erste Tränen bekommen. [...]

Quelle: Fallbeispiel 91 der Bürgerinitiative 5G-freies Köln
Jahr: 2021
Erzähler: Sebastien Puech
Kommentar: Ein typischer Fall von Nocebo-Effekt. Erst nachdem Sebastien sich bei trüben Quellen über angebliche biologische Folgen einer W-Lan-Exposition "informiert" hatte, begann er Symptome zu entwickeln. Der Kabarettist Dieter Nuhr umschrieb den Sachverhalt kürzlich sinngemäß so: Sobald man weiß, da ist etwas, dann kriegt man es auch. Keine Auskunft gibt Sebastien, warum W-Lan ausgerechnet die Haut seiner Beine zum Brennen bringen will und nicht z.B. seine Gesichtshaut.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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