Morddrohung am Telefon (Allgemein)

Gast, Donnerstag, 28.11.2019, 07:12 (vor 186 Tagen) @ H. Lamarr

Eine Frau, die in Icking ein Grundstück für einen 5G-Funkmast zur Verfügung stellen wollte, wird terrorisiert

Von Claudia Köstler, Icking

Drohungen und Telefonterror haben die Debatte um den Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration 5G in der Gemeinde Icking völlig eskalieren lassen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sahen sich die Gremiumsmitglieder deshalb zu einer außergewöhnlichen Geste gezwungen: Sie standen geschlossen auf und stellten sich so symbolisch schützend vor ihre Bürger, die derzeit unter den schlimmen Anfeindungen leiden. "Keiner darf bedroht werden", so die gemeinsame und unmissverständliche Aussage der Gemeinderäte.

Im Kern geht es um zwei unterschiedliche Wege, mit dem Ausbau umzugehen - obwohl alle Beteiligten die kritische Haltung gegenüber 5G eint. Manche Bürger fordern einen Stopp, wozu eine Kommune jedoch keine rechtliche Handhabe hat und damit die Gefahr besteht, dass Mobilfunkbetreiber sich dann für ihr privilegiertes Vorhaben selbst Standorte suchen, egal wie die Strahlenbelastung für die Bürger aussieht. Oder aber eine Gemeinde wirkt bei der Standortsuche mit - und kann somit sicherstellen, dass die Belastung so gering wie möglich ausfällt. Das war bei früheren Mobilfunkausbauten der Ickinger Weg und wurde kürzlich von Experten auch für 5G empfohlen...

... Bürgermeisterin Margit Menrad (UBI): "Besonders erschüttert bin ich, dass es bei uns Menschen gibt - ich nenne sie ganz bewusst Brandstifter -, die andere anonym bedrohen, um mit Telefonterror ihr Ziel zu erreichen", sagte Menrad. "Wenn man einige Jahrzehnte zurückdenkt, waren derartige Methoden an der Tagesordnung, die Bevölkerung wurde eingeschüchtert", sagte die Rathauschefin. "Dass einige Eiferer jetzt wieder so weit sind, ist ein Trauerspiel", so Menrad. "Wer weiß, wie schnell aus Worten Taten werden?"

Hier geht es zum Artikel der Süddeutschen Zeitung...

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