Zwickmühle (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 04.06.2015, 19:03 (vor 1622 Tagen) @ Trebron

Schlimm zu lesen, dieses Buch aus einer Notlage heraus …
Danke für den
<< authentischen Einblick in das Reaktionsverhalten deutscher Mediziner, Anwälte und Staatsanwälte, wenn ein Elektrosmog-Phobiker Strafanzeige gegen Unbekannt stellt. >>

Diese Pauschalierung möchte ich nicht gerne so stehen lassen. Die beteiligten Juristen können nicht anders handeln. Die machen sich beim „reinen Wein einschenken“ auf dem Glatteis einer ihnen nicht zustehenden psychologischen Diagnose sofort angreifbar und dieser Kläger kann sich als Prozesskostenhilfe-Empfänger durch sämtliche Instanzen fröhlich durchklagen.

Stimmt, aber ich habe mich auch schlecht ausgedrückt. Als "unsere" Antenne auf dem Nachbarhaus errichtet wurde, verweigerte mir der Rechtsschutz die Deckungszusage für eine gerichtliche Auseinandersetzung. Wegen zu geringer Erfolgsaussichten. Damals hat mich das geärgert, heute weiß ich, der DAS ist nur verantwortungsbewusst im Umgang mit dem Geld gewesen. Bei Herrn K. isses anders: Ein Anwalt machte ihm zwar schon deutlich, dass er als Querulant gesehen werde, das hindert den RA aber nicht, den aussichtslosen Fall weiter zu ziehen als K. anstelle von Behauptungen irgendwelche Messwerte präsentierte. Aus meiner Sicht hätte der RA den K. stoppen können und müssen - mieser Erfolgsaussichten wegen, nicht wegen Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit seines Klienten.

Bleibt der Schwarze Peter bei den Medizinern. Ein wenig Tourismus durch szene-bekannte Adressen könnte zur gewünschten Bescheinigung führen.

Die Bescheinigungen hat er doch schon bekommen! 2002 eine von Dr. Scheiner für noch nicht einmal 50 Euro. Das ist schon extrem günstig gewesen. Später kam dann noch ein (ebenso wertloses) Attest eines Arztes am Wohnort von K. hinzu.

Von (gefühlt) 99,9% aller Mediziner hätte er den benötigten „reinen Wein“ eingeschenkt bekommen.

Einspruch, Euer Ehren. Leitgeb et al., 2005: "Ein überwältigender Prozentsatz von bis zu 96 % [der Allgemeinärzte, Anm. Spatenpauli] schließt einen gesundheitsrelevanten Einfluss von Elektrosmog nicht aus und nur 39 % diagnostizieren niemals einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsbeschwerden und Elektrosmog."

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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