Hardtberg: Wutbürger treiben Ex-Bundeshauptstadt in die Enge (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 12.09.2018, 17:15 (vor 404 Tagen) @ H. Lamarr

Auszug aus General-Anzeiger Bonn. Es geht um einen neuen Sendemasten im Bonner Stadtteil Hardtberg:

40 Standorte mit Mobilfunksendeanlagen gibt es in Hardtberg. Im gesamten Bonner Stadtgebiet verzeichnete die Verwaltung 2017 insgesamt 289 Standorte. Der 290. ist beim Bauordnungsamt in Arbeit. An der Witterschlicker Allee im Landschaftsschutzgebiet zwischen Ückesdorf und Röttgen will ein Mobilfunkbetreiber nahe der Autobahn 565 einen 45 Meter hohen Antennenmast aufstellen und dazu eine städtische Fläche mieten. Der Sendemast diene dem Lückenschluss in der Mobilfunkversorgung an diesem Autobahnabschnitt, so die Begründung.

Der Naturschutzbeirat hatte in seiner März-Sitzung zugestimmt, die Untere Naturschutzbehörde ebenfalls – es fehlt noch grünes Licht aus dem Hauptausschuss. Die Sache wäre ohne viel Aufhebens über die Bühne gegangen, hätte sich nicht die Initiative „Mobilfunk Ückesdorf/Röttgen“ mit einem Bürgerantrag an die Bonner Bezirksvertretung gewandt.

Kommentar: Und wieder ist es so, dass ein Einzelner, diesmal ein Künstler, ein paar Mitstreiter um sich schart, um sein privates Problem mit einem neuen Sendemasten auf Kosten der Gemeinschaft zu sozialisieren. Traurig aber wahr: Die Bezirksvertretung weist die Forderung nicht als unbegründet zurück, sondern hat bereits weiche Knie bekommen und mit nur einer Gegenstimme die Verwaltung beauftragt, einem unabhängigen Experten die Standortanalyse zu übertragen und bei anderen Kommunen deren Mobilfunkkonzept abzufragen. Jetzt kostet der Standort, der beinahe in trockenen Tüchern war, der Stadt unnötig Geld.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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