Obereggersberg: Starrsinnige setzen 7000 Euro in den Sand (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 16.02.2014, 00:25 (vor 2076 Tagen) @ H. Lamarr

Ein lupenreinen Schildbürgerstreich (einiger) seiner Bürger im Ortsteil Obereggersberg hat die niederbayerische Stadt Riedenburg voraussichtlich knapp 7000 Euro gekostet.

Der Weiler Obereggersberg ist mit einem Schloss gesegnet, in dem auch ein Hotelbetrieb untergebracht ist. Da Obereggersberg in einem Funkloch liegt und nicht alle Hotelgäste dies schätzen, kam der Schlossherr auf den Gedanken, unterm Schlossdach einen Mobilfunk-Sendemasten aufstellen zu lassen. Der Plan stieß in Dorf um das Schloss auf Widerstand. Zwei angereiste ödp-Parteifunktionäre schürten gekonnt in der Dorfgemeinschaft unbegründete Ängste gegenüber Funkwellen und säten Misstrauen gegenüber echten Experten, Ämtern und Behörden.

Ende 2013 kam in Obereggersberg die Idee auf, die zu erwartende "Strahlenbelastung" durch den Masten unterm Schlossdach mit einer Immissionsprognose feststellen zu lassen. In Bayern haben Gemeinden in solchen Fällen die Möglichkeit, im Rahmen des Fee-2-Programms zu einem Spottpreis eine solche Prognose zu bekommen. Voraussetzung ist jedoch, der Auftrag geht an einen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) anerkannten Sachverständigen.

In Obereggersberg aber war die Giftsaat der ödp-Funktionäre aufgegangen. Die Bürger trauten dem LfU und von ihm anerkannten seriösen Sachverständigen nicht mehr über den Weg, sie wollten unter allen Umständen das "Umweltinstitut München" beauftragen. Da dieser Verein zwar unter Mobilfunkgegnern sehr beliebt ist, jedoch keinen anerkannten Sachverständigen für EMF beschäftigt, entfiel die Förderung durch Fee-2, die bis zu 90 Prozent der Kosten von den Schultern der Stadt Riedenburg genommen hätte.

Ironie des Schicksals: Die angeblich knapp 7000 Euro teure Prognose des Umweltinstituts München erfüllte die Hoffnungen der Dorfgemeinschaft nicht. Der geplante Standort unterm Schlossdach erwies sich als optimal, keiner der untersuchten Alternativstandorte konnte es mit ihm aufnehmen.

Der Erfolg der örtlichen Mobilfunkgegner: Lange Gesichter im Dorf und ein unnötig tiefes Loch im Stadtsäckel.

Nachzulesen ist dies alles in diesem leider etwas unübersichtlich lang gewordenem Diskussionsstrang.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Steuerverschwendung, Starrsinn


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