Schweizer Schule unter Druck gesetzt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 27.01.2014, 19:10 (vor 2057 Tagen) @ H. Lamarr

Im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojektes erhalten im Schuljahr 2009/2010 alle Kinder einer 5. Klasse der Projektschule Goldau, Schweiz, Smartphones (Modell: Apple iPhone 3G), die sie nach einer Einführungszeit auch nach Hause nehmen und privat nutzen dürfen. Damit haben die Kinder jederzeit und überall ein Gerät zur Verfügung, mit dem sie lesen, schreiben, rechnen, zeichnen, fotografieren, Musik und Töne hören und aufzeichnen, telefonieren sowie im Internet surfen und kommunizieren können.

So weit, so gut.

Doch dann traten Mobilfunkgegner auf den Plan. Was dann passierte, darüber berichtet ein Lehrer, der direkt an dem Projekt beteiligt war:

Ein Verein namens “Gigaherz” hat aufgrund des 10vor10 Berichts gegen unser Projekt eine Beschwerde beim Erziehungsrat eingereicht, auf welche aber nicht eingetreten wurde. Der Verein wirft uns vor, dass wir Kinder vorsätzlich fahrlässig verletzen. Paradoxerweise wissen ja meine Schülerinnen und Schüler überdurchschnittlich viel über gesundheitsschädigende Aspekte der Mobiltelefonie und man sich dagegen schützen kann – das machen gleichaltrige Handybenutzer wahrscheinlich nicht. Die Bearbeitung dieser Beschwerde und der Druck auf mich als Lehrer, aber auch auf die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern war recht belastend. Ich bin froh, dass die Schulleitung, der Schulrat, der Gemeinderat und der Erziehungsrat unser Projekt stützen. Ich wünschte mir von Kritikern mehr den Dialog, statt die Konfrontation.

Hintergrund
Schulprojekt Goldau: Misston ums iPhone

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kinder, Werbung, Lobbyarbeit, Schule, Schaden, Schulprojekt


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