Kitzingen: 10 Jahre Blockadepolitik und min. 42 k€ verpulvert (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 07.03.2015, 16:32 (vor 1737 Tagen) @ H. Lamarr

Kitzingen (rd. 21'000 Einwohner) ist eine Stadt in Mainfranken, Bayern, und ist als Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis Sitz des Landratsamtes. Mobilfunk hatte es in dieser Stadt schwer:

"Während in den vergangenen zehn Jahren die Zeichen auf der Basis verschiedener Stadtratsentscheidungen eher auf Konfrontation, Ablehnung und Verhinderung standen, setzt die Mehrheit jetzt auf Kontakt und Zusammenarbeit", schreibt die Main Post am 6. März 2015.

Diese zehn Jahre Widerstand, der objektiv nicht zu begründen ist und von nur einer kleinen Gruppe besorgter Politiker ausging, kostete die Stadt viel Geld. Wie viel ist öffentlich nicht bekannt, ebensowenig, wie viel Geld wegen unnötigen Palaverns, unnötiger Gerichtsfälle und wegen unnötiger Planungsänderungen den Bach hinunter ging.

Eine konkrete Zahl aber gibt es. Das "Standortkonzept" von 2007, das sich die Stadt hat aufschwatzen lassen, kostete etwa 42'000 Euro. Die Hoffnung war, damit für künftige Standorte von Mobilfunk-Sendemasten "optimale" Lösungen parat zu haben. Doch diese Hoffnung trog. In der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Bauuausschusses vom 5. März 2015 hat sich die Stadt nach nur gut sieben Jahren faktisch von diesem Standortkonzept als "nicht zielführend" verabschiedet!

Die Einsicht in Kitzingen kommt spät, aber sie kommt wenigstens. Die Stadträte, die für den Irrweg der Stadt die Verantwortung tragen, kommen aus allen politischen Lagern. Viele sind noch heute im Amt, die meisten tragen die jetzt propagierte moderate Haltung der Stadt mit.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Kitzingen


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