Washingtoner Amokschütze fühlte sich von Funkwellen gesteuert (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 27.09.2013, 13:43 (vor 2179 Tagen) @ H. Lamarr

Am 16. September 2013 erschoss der 34-Jährige Ex-Marinereservist Aaron Alexis auf einer Marinebasis in Washington zwölf Menschen, acht Menschen hat er verletzt, auch der Amokschütze kam ums Leben.

Das Motiv hinter der Tat war zunächst völlig unklar. Auf den elektronischen Geräten des Schützen hat das FBI jetzt aber Hinweise darauf gefunden: Laut der Gesprächsprotokolle litt Alexis an einer Wahnstörung. Er ging offenbar davon aus, von kurzwelligen elektronischen Strahlen beeinflusst und kontrolliert zu werden. Dem FBI zufolge war er schon seit drei Monaten davon überzeugt.

mehr ...

Kommentar: Eine kleine Fraktion der Mobilfunkgegner hängt der sogenannten Mind-Control-These nach, derzufolge Handlungen von Menschen mit Funkwellen von bösen Mächten gezielt beeinflusst werden können. Verbreitet wird die absurde These bevorzugt im Internet, denn einer optisch gut gemachten Website sieht man auf den ersten Blick nicht an, ob seriöse Betreiber dahinter stehen, Spinner oder Geschäftemacher. In aller Regel sind es Einzelne oder kleine Gruppen, die für opulente Webauftritte sorgen und so den täuschenden Eindruck erwecken, es handle sich bei der Mind-Control-Szene um eine große Bürgerbewegung (Graswurzelbewegung). Die Szene ist international vernetzt, mit großer Wahrscheinlichkeit hat sich Alexis mit seiner Wahnvorstellung im Internet infiziert. Und wenn es so war, dann haben die Betreiber der entsprechenden Websites aus meiner Sicht definitiv eine Mitschuld an dem Amoklauf. Da sich eine Rückführung der Tat auf den Besuch einschlägiger Seiten jedoch nicht beweisen lässt, wird nichts passieren, um die hemmungslose Verbreitung des Mind-Control-Wahns zu sanktionieren.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum