Studie erwartete 2 Mrd. Euro Schaden durch Mobilfunkdebatte (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 27.04.2017, 12:25 (vor 779 Tagen) @ H. Lamarr

Unter dem Titel “Strahlenangst - Risiken und Chancen für die Telekom-Branche” bot Marktforscher Soreon im Juni 2003 für 1734 € eine 95-seitige Analyse an. Die Studie beschreibt in drei Szenarien die möglichen Auswirkungen der Elektrosmog-Debatte (in Deutschland) für Netzbetreiber, Hersteller von Endgeräten und Infrastrukturhersteller (Sendeanlagen). Einige Ergebnisse der Studie lauteten seinerzeit:

Durch die Debatte über Risiken elektromagnetischer Strahlen drohen den Mobilfunkbetreibern erhebliche finanzielle Risiken. Im wahrscheinlichsten Szenario drohen Umsatzverlust im Jahr 2006 von ca. 2 Mrd € (entspricht Umsatzrückgang von beinahe 8 %).

Entspannung der Debatte durch zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse unwahrscheinlich. Trotz neuer Studien werden auf absehbare Zeit keine gesicherten Aussagen über Ursachen von Erkrankungen im speziellen Einzelfall möglich sein.

Betreiber erwarten jährliche Mehrkosten und Investitionen zwischen 60 Mio € bis zu im schlimmsten Falle 750 Mio €. Ursachen dieser Kosten sind zusätzliche Investitionen in die Netze im Falle einer Grenzwertsenkung, Folgekosten von Gerichtsentscheidungen zum Abbau bestehender Sendemasten aus baurechtlichen Gründen sowie Schadensersatzprozesse zu Immobilienwertverlusten.

Netzwerklieferanten und Festnetzbetreiber sind Gewinner der Debatte. Netzwerklieferanten winken zusätzliche Umsätze von bis zu 8 % aufgrund der durch eine mögliche Grenzwertsenkung erforderlichen hohen Anzahl zusätzlicher Sendemasten. Festnetzbetreiber gewinnen leicht durch den Trend "zurück zum Festnetz".

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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