Geschäfte mit Immobilien: abgekartetes Spiel (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.12.2014, 13:22 (vor 1722 Tagen) @ H. Lamarr

Posting aus dem Gigaherz-Forum:

Sehr geehrte Damen und Herren - Ich bin eine Beroffene. Ich musste aus meiner verstrahlten Wohnung ausziehen, weil ich dort vom neugeschalteten LTE -Sender krank geworden bin. Jetzt lebe ich im Beatenberg und gesunde zusehens. Um dieses gute Umfeld hier zu sichern wäre es gut, wenn immer mehr Leute hierher kämen und die Strahlungsfreiheit dieses Umfeldes hier für sich nutzen könnten. Hier einige Wohnungen zur Miete: Studio ca 25m2 mit bester Aussicht, Dauermieter oder Ferienwohnung Tel. Murr 079 762 25 93; 1-Zimmer-Studiowohnung, Mietzins 650 inkl. NK Tel o33 841 03 83; 4-Zi-Dachwohnung neu renoviert, beste Lage Tel. 0793875192; 1-Zi-wg. Waldegg 079 3615459 Zürcher .........das sind die neuesten Angebote......Messen müssen Sie bitte selbst, oder mich anrufen, ich komme dann für Sie messen mit XXXXXXXX-XXXXXXXXX.....Tel 0617017812......Mit freundlichen Grüssen an alle Geplagten....Elke

Kommentar: Diese Geschäftsidee hat etwas: Schwer vermietbare Objekte in abgelegener Lage werden zu Elektrosmog-Oasen deklariert und Leuten angeboten, denen man zuvor mit vereinten Kräften die Phobie eingeredet hat, sie seien "elektrosensibel". Dadurch geraten besonders gelehrige "Elektrosensible" über kurz oder lang in die Notlage, EMF-armen Wohnraum zu suchen - unter allen Umständen. Dann stehen die "Helfer" parat und sind zu Diensten, ob frecherweise auch noch zu überteuerten Preisen wäre zu recherchieren.

Auch die Nennung des Messgeräts (hier ausge-Xt) könnte bereits den Tatbestand der Schleichwerbung erfüllen und eigentlicher Anlass des Postings von Elke sein. Denn Elke präsentiert sich als erfahrene "Betroffene", wenn sie mit XXXXX-XXXXXXX misst, dann muss das Gerät "gut sein".

Weiteres Modell: Infolge diffuser E-Smog-Angst in der Bevölkerung reden clevere Makler den Eigentümern sendernaher Objekte gezielt eine Wertminderung ein und schickt ggf. ein paar fingierte Interessenten vorbei, die im Angesicht des Sendemasten demonstrativ abwinken. Ein Strohmann kauft schließlich solche Objekte unter Wert und verscherbelt sie sofort wieder zu marktüblichen Preisen. Damit lässt sich mühelos viel Geld machen. So einfach geht das. Potentielle Opfer solcher Betrügereien sind diversen Akteure der Anti-Mobilfunk-Szene gut bekannt, eine kleine Indiskretion auf Provisionsbasis genügt und das Spiel kann beginnen. Wenn ich's mir recht überlege ist das schon fast das Drehbüchlein eines Tatort-Krimis ;-).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Ferienwohnung


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