Pfaffenhofen [an der Roth] setzt weiter Geld in den Sand (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 04.08.2013, 23:28 (vor 2296 Tagen) @ H. Lamarr

Die "Bauleitplanung Mobilfunk", mit der Pfaffenhofen [an der Roth] das Aufstellen von Mobilfunkmasten auf nicht bebaute Gebiete beschränken möchte, beschert weiteren Verdruss und neue Kosten. Auf "dringenden Vorschlag des juristischen Vertreters", wie Bürgermeister Josef Walz im Bauausschuss begründete, wolle die Gemeinde neue Gutachten beim Umweltinstitut München in Auftrag geben.

Auszug aus einer Meldung der Südwest Presse:

"Dennoch hat sich die Kommune Rat vom Umweltinstitut München geholt und ist in der Absicht, Alternativstandorte weiter zu verfolgen, bestätigt worden."

Kommentar: Wie kann man denn nach rund 20 Jahren Mobilfunkstreiterei noch immer so naiv sein. Klar bestätigt das Umweltinstitut München e.V. jede und jeden, der die Absicht hat, Alternativstandorte weiter zu verfolgen. Denn mit seinen Immissionsprognosen, die beim Umweltinstitut euphemistisch Immissionsminimierung heißen, nimmt der Verein ordentlich Geld ein. Wie viel genau ist nicht bekannt, die öffentlich einsehbaren Tätigkeitsberichte des Vereins nennen zwar allerlei Zahlen wenn es um Belangloses wie Downloads, Newsletterabonennten und Seitenabrufe geht, zu den Einkünften aus der Sparte "Immissionsminimierung" aber erfährt man nichts, das Wort "Euro" ist im Tätigkeitsbericht 2012 nicht enthalten. Und dass eine solche Immissionsminimierung so gut wie immer so überflüssig ist wie die Errichtung von Schutzzäunen gegen herumstreunende Babykätzchen und Griechische Landschildkröten, das sagt der Verein denen natürlich nicht, die sich von ihm eine Immissionsprognose wünschen. Im Dienst einer vermeintlich guten Sache schmeißen die Gemeinden auch bei knapper Kasse mMn noch immer unbedarft das Geld zum Fenster raus - und unten fangen es dann welche auf, die, weil es immerzu die gleichen sind, man dann schon kennt. Zuweilen entsteht auch der Eindruck: Grüne Politiker geben gern, grüne Immissionsorakel nehmen gern.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Umweltinstitut München, Krötenwanderung, Alternativstandorte, Standort, Prognose, Steuerskandal


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