Chronik des Eggersberger „Geschehens“ (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 27.02.2014, 10:27 (vor 1911 Tagen) @ Peter

Ablauf des Eggersberger „Geschehens“:

Danke für diese detaillierte Chronik, die einige bislang unveröffentlichte Details enthält. Sie ist mMn in eindrucksvoller Beleg für Dickschädeligkeit und bayerisches "Mir san Mir". Wissenschaftler in aller Welt erklären mit schöner Regelmäßigkeit Mobilfunk als unbedenklich, zuletzt vor ein paar Tagen haben auch die Briten dies nach elf Jahren Forschung erklärt. Alle Welt, so möchte man meinen, könnte sich also aus sauberen Quellen informieren und dann die Angst vor Funk ein für allemal zu den Akten legen. Doch ein kleines bayerisches Dorf leistet Widerstand. War das bei den Galliern noch höchst ruhmreich, ist es bei den Niederbayern eine unschöne Mischung aus Sturheit und Ignoranz, rückwärts gerichtet. Ob Herr Lösch damit eine Intensivierung des Tourismus zuwege bringt, wird sich zeigen, zumal Touristen gerne mobil telefonieren möchten.

• Die Splitterpartei ÖDP, vertreten durch Christian Bauer, übte massiven Druck auf die Stadtverwaltung Riedenburg aus. Man forderte, dass Herr Dr. Kurz als Co-Referent den ÖDP-Gründer Prof. Buchner zulassen solle.

Das ist knapp daneben. Die ödp wurde 1982 gegründet, Klaus Buchner trat ihr 1 Jahr später bei. Er hat deshalb nicht die Parteimitgliedsnummer 1 ;-).

• Eine von der Telekom erstellte Immissionsprognose (sechs Prognosepunkte im Ort) für den Standort lässt Immissionswerte zwischen 3,1 und 8,0% des Grenzwertes erwarten.

Vorsicht, Werte zur Grenzwertausschöpfung ohne Nennung der Bezugsgröße (elektrische Feldstärke oder Leistungsflussdichte) können zu einer erheblichen Fehlinterpretation führen. Da die von Ihnen genannten Werte relativ hoch sind, wird es sich aller Voraussicht nach um Feldstärkewerte handeln. Der 8-Prozent-Wert bedeutet dann schlimmstenfalls 4,9 V/m. Das ist beinahe doppelt so hoch wie der Prognosewert W01ni (2,7 V/m) für den Schlosstandort in der Prognose von Ulrich-Raithel. Die Differenz dürfte daher rühren, dass die Telekom einen noch ungünstiger gelegenen Immissionspunkt berücksichtigt hat, vermutlich im Innern des Schlosses.

Den Feldstärkewert (der Telekom) können Sie mit unserem Einheitenumrechner bequem auf 63 mW/m² Leistungsflussdichte umrechnen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
ödp, Selbstüberschätzung, Feldstärke, Buchner, Splitterpartei


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