Unausrottbare Falschinformationen und Unterstellungen (Allgemein)

Peter, Donnerstag, 12.12.2013, 16:17 (vor 2044 Tagen) @ RDW

Tja, da haben Sie unumwunden und vollkommen Recht!
Aber was hat dieser Leserbrief bewirkt?
Eine dümmliche Gegenrede der gechassten Ex-Stadträtin, Männerhasserin und Berufsesoterikerin "Dr." Armbruster.

Sie war noch nicht einmal in der Lage, den Text richtig zu lesen, geschweige denn, zu verstehen! Mir ist klar, warum die Leute vom Schloss auf einen solchen Schmarrn nicht antworten. Das wäre auch unter meiner Würde....

Es ist einfach uferlos. Je mehr Sachinformation die Presse endlich bereit ist, zu schreiben, desto öfter kann man lesen, dass "der Stadtrat nach wie vor gegen den Standort" ist. Warum er gegen den Standort ist, welche Argumente dagegen sprechen, Fehlanzeige. Man ist dagegen. Basta. "Mia san dogegn dass mia dafüa san. Zefix!"

Wenn diese Leute wüssten, wie lächerlich sie sich und ihre, ansonsten so liebenswerte Stadt machen. Und keiner der in der Stadt lebenden, gebildeten Bürger begehrt auf. Das ist ein schlechtes Zeichen!

Ab und zu liefern die modernen Medien, allen voran die sozialen Netzwerke, ganz erstaunliche Beispiele für Dinge, die im Großen so sehr verwundern, dass man sich kaum vorstellen kann, wie diese im Kleinen entstehen können. So ist es mir nun bei der aufmerksamen Lektüre des Donaukurier ergangen. Das ganze mutet aus der Ferne wahrlich schlimmer, wie ein Schildbürgerstreich an. Und doch ist es wie mit der Zustimmung für die Energiewende. Die Abschaltung der Atomkraftwerke und die Umstellung auf regenerative, auf Wind-, Sonnen- und Wasserenergie trifft in der deutschen Bevölkerung auf breite Zustimmung.

Trotzdem wehren sich Nordseeanrainer auf das Heftigste gegen die Windparks an ihrer Küste, in Mitteldeutschland richtet sich der Widerstand gegen die Stromdurch-leitungen und im Süden gehen Bürger entschieden gegen Speicherkraftwerke und –stauseen vor.

Und nun erlebt man im Zeitalter der ständigen Erreichbarkeit, permanenter Kommunikation und allgegenwärtiger Information, im Zeitalter von Internet und Wikipedia, von Facebook und Twitter, von Tablet und Smartphone, wie im beschaulichen und, ganz offensichtlich hoffnungslos rückständigen, Riedenburg im Altmühltal nochmals ein heroischer Kampf gefochten wird: ein kleines unbeugsames Volk stellt sich unerschrocken der Macht eines grausamen und ungeliebten Schlossherren entgegen, der mit nicht weniger als der Macht der Telekommunikations-strahlen seiner Mobilfunkanlage das wackere Dorf schädigen will. Man befürchtet Krebs und doppelköpfige Geburten, die Kühe geben grünlich strahlende Milch, der Genmais, den man dort anbaut, strahlt in hellem Orange u.v.a.m.!

Eine "Naturwissenschaftlerin mit Promotion" - was für eine lächerliche Selbstdarstellung - gibt sich in einem pseudo-leidenschaftlichen Leserbrief als "gebildete(n) Diskussionspartner(i)n" zu erkennen und vermutet gar die Geheimgesellschaft des Illuminatenordens hinter diesen Machenschaften. Und das traut sie sich auch noch öffentlich in der Presse zu tun, obwohl sie als niedergebügelte Ex-Stadträtin über die Dorf-, Verzeihung, Stadtgrenzen hinaus als frustrierte Männerhasserin, militante Feministin und irrwitzige Esorterikerin bekannt ist. Seltsame Blüten treibt das Alles.

An vorderster Front auch der Bürgermeister Riedenburgs (CSU). Der erwägt demnach - wir befinden uns im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts - eine Klage gegen die Standortbescheinigung bei der Bundesnetzagentur, die schließlich nach eingehender Prüfung wohl erst die Genehmigung gab, um dieses technische Teufelszeug loszuwerden.

Und spätestens jetzt wendet sich der Betrachter mit Kopfschütteln von dieser Posse, ist es doch kaum zu glauben, daß man in Riedenburg keine Mobiltelefone, kein Internet oder GPS verwendet. Aber in Riedenburg meint man wohl immer noch, dass der der Strom dann doch wohl wieder nur "aus der Steckdose" kommt ...

Eine köstliche, eine unglaubliche Geschichte vom Menschen und der modernen Technik.

Nutzen, ja nutzen möchte man diese moderne, faszinierende Technik schon, aber bitte ohne das vermeintlich Negative, das man dunkel-dräuend dahinter vermutet. Das, bitte möchte man nicht vor der eigenen Haustür haben. Das sollen nur die Anderen abbekommen.

Heiliger St. Florian,
verschon' mein Haus,
zünd' andere an ...

Das ist die Moral der Riedenburger. Ganz offensichtlich. Da bin ich nun doch froh, daß ich in einer Gegend wohne, in der man schon das Zeitalter der Aufklärung hinter sich hat....

Tags:
Politik, Mitteilungsdrang, Moral, Wutbürgertum, Stadtrat, DonauKurier, Schildbürgerstreich


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