Es läuft wie am Schnürchen fürs Umweltinstitut (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 31.12.2013, 02:50 (vor 2087 Tagen) @ H. Lamarr

Das Geld soll an das Umweltinstitut München gehen ...

Soso, an das Umweltinstitut München also.

Auszug aus einer Meldung des Donaukuriers vom 30.12.2013:

Im Zuge der Debatte über die Mobilfunkanlage auf Schloss Eggersberg ist immer öfter von einem Vorsorgekonzept für Mobilfunk die Rede. In seiner Januarsitzung wird sich der Stadtrat mit einem entsprechenden Antrag beschäftigen. Sind die Kommunalpolitiker dafür, wird Riedenburg in den nächsten Monaten festlegen, wo im Gemeindegebiet künftig Funkmasten erlaubt sind und wo nicht – ähnlich wie bei Windrädern. Ziel ist es lediglich, derartige Anlagen von Wohngebieten fernzuhalten. Eine Verhinderungsplanung will die Stadt hingegen vermeiden.

Kommentar: Wunderbar, besser kann es für das Umweltinstitut (UI) gar nicht laufen! In Riedenburg reagieren die Politiker bis ins Detail gemäß dem ausgeklügelten Geschäftsmodell, wie aus dem gezielt entfachten Wunsch einer Gemeinde nach minimaler Funkstrahlung maximaler Profit gezogen werden kann. Und alle Warnungen werden in den Wind geschlagen. Statt eine poplige "Prognoseberechnung" für Schloss Eggersberg und Umgebung abliefern zu müssen kann das UI jetzt aus dem Vollen schöpfen und den Riedenburger Stadtvätern eine richtig saftige Standortplanung im großen Stil verkaufen :no:.

Mir ist das inzwischen fast schon gleichgültig: Wer so stur gegen alle Vernunft anrennt und Pseudoexperten über echte Experten stellt - der soll in Gottes Namen dafür so viel Geld wie nur möglich hinblättern müssen, um sich gegen ein Risiko zu schützen, das überall anders keins ist und nur in Riedenburg eins ist. Das ist mMn die gerechte Strafe für die unerträgliche Gewissheit, mit der sich die Kommunalpolitiker dort ihrer Sache parteiübergreifend sicher sind.

Sollte der Stadtrat in seiner Januarsitzung wider Erwarten dem Antrag für ein Mobilfunk-Standortkonzept einen Korb geben, werde ich mich nur zu gerne für meine voreilig falsche Wertung entschuldigen und dem heiligen Geist danken, dass er - auf seinem Weg in die bayerische Staatskanzlei - eine Schleife über Riedenburg geflogen ist.

Eine Verhinderungspolitik will die Stadt vermeiden, heißt es am Schluss des Textauszugs. Die Realität sieht anders aus: Sie muss es, sonst wird ihr ein Verwaltungsgericht alsbald ihre Grenzen aufzeigen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Geschäftsmodell, Umweltinstitut München, Krötenwanderung, Dienstleistung, Amateur, Pseudoexperten, Ratgeber, Vorsorgekonzept, Ulrich


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