5. Elektrosensible (EHS) – ohne Betroffene kein Geschäft (Allgemein)

KlaKla, Samstag, 17.12.2016, 09:58 (vor 982 Tagen) @ KlaKla

Dr. med. Gerd Oberfeld, damals im Beirat des Institut Baubiologie in Neubeuern stellte die These auf, im Jahr 2017 seinen 50% der allgemein Bevölkerung an EHS erkrankt. Um diese Ziel zu erreichen muss viel getan werden.

Wichtig für die allgemeine Verunsicherung, war es, sogenannte Fallgeschichten (Kasuistiken) der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam fühlte sich dazu berufen. Sie sammelte eine Vielzahl von Geschichten, faste diese zusammen im roten Heft. Sie reiste durch Deutschland mit Betroffene, die ihre Geschichte dem Publikum vorstellten. Boulevardzeitungen, Verbandszeitungen, Magazine, Mitglieder Journal, Ärzteblatt und viele Webseiten von Laien griffen dies begierig auf. Sie hinterfrage die unterschiedlichen Behaupten nicht. Sie verbreiten lediglich. 2006 lud das Bundesamt für Strahlenschutz Dr. Waldmann-Selsam und weitere Akteure (u.a. Dr. Horst Eger, Dr. Christine Aschermann) zum Fachgespräch ein. Ergebnis: Die Mediziner sollten einige ihrer Fallgeschichten so aufbereiten, dass sie einem Mindeststand der anerkannten Wissenschaft erfüllten damit anerkannte Experten diese bewerten und einordnen können. Dieser Aufforderung ist man mWn nie nachgekommen.

Der BUND/BUND-Naturschutz war schon eine geraume Zeit im Einfluss der baubiologischen Fachverbände. Damals wurde das Mobilfunk-Symposium noch jährlich abgehalten. Selbst ernannte Experten, (Ärzte, Baubiologen und überzeugte Elektrosensible) durften ihr Wissen Laien präsentieren. Dr. Waldmann-Selsam war da nie als Referentin vertreten.

Die Aussagen von Mediziner sollten als etwas Besonderes wahr genommen werden. Sie haben ihre eigenen Veranstaltungen. Beispiel: Ärztlicher Qualitätszirkel, Ärztetagung in Bamberg, Murnau, München und Stuttgart. Und so wurden weitere Multiplikatoren gefunden, die sich später für die Interessen der unterschiedlichen Nutznießer oder Eigennutz einsetzen.

Wer überzeugt ist, dass er Elektrosensibel ist, dem wurde eine Zeit lang nahe gelegt, seine Geschichte öffentlich zu machen. Nach wie vor kann man diese Geschichten im Internet finden. Besonders Wirkungsvoll war damals die Geschichte eines jungen Augsburger der angeblich als erfolgreicher Unternehmer (Funktechnik) anfing und als schwer kranker EHS im Wald von St. Märgen endet. Die Geschichte aus Dresden oder die aus Oberammergau, wobei einer der Betroffener den Suizid wählte.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Oberfeld, BUND, Seilschaft, Waldmann-Selsam, EHS-Geschichte, Einflussnahme, Mediziner, Selbstdarsteller, IBN, Beirat, Kommerz, Multiplikator, Bühne, Kasuistik


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