Ärztekongress in Murnau fordert (Allgemein)

Gast, Montag, 20.11.2006, 14:35 (vor 4622 Tagen)

Beim Mobilfunk besteht dringender Handlungsbedarf!!

Murnau (sz) Am Samstag fand die Murnauer Ärztetagung Mobilfunk und Gesundheit statt. Diese offizielle Tagung eines Ärztlichen Qualitätszirkels der Bayerischen Landesärztekammer wurde von mehr als 250 Teilnehmern besucht und zeigte auf, dass aus medizinischer Sicht in Sachen Mobilfunk dringender Handlungsbedarf besteht.

Die Referenten der Tagung, darunter namhafte Wissenschaftler und Ärzte wie zum Beispiel Dr. Lebrecht von Klitzing (Medizinphysiker), Dr. Wolf Bergmann (Freiburger Appell), Dr. Markus Kern (Allgäuer Ärzteinitiative) und Dr. Cornelia Waldmann-Selsam ((Bamberger Ärzteinitiative) und Dr. Ing. Dipl. Physiker Volker Schorpp, konnten in überzeugender Weise aufzeigen, dass die derzeit verwendeten Mobilfunktechniken zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung führen.

Kritisiert wurden dabei nicht nur die Mobilfunktelefone nach GSM und UMTS-Standart, sondern ebenso die schnurlosen DECT-Heimtelefone und moderne Bürokommunikationssysteme wie Wlan oder Bluetooth. Anhand zahlreicher vorliegender Fallstudien und einer Auswertung entsprechender unabhängiger Forschungsergebnisse, so die Referenten, muss man heute dringend vor einer weiteren Anwendung oder gar Ausweitung dieser Techniken warnen. Alle Vortragenden waren sich darin einig, dass dringender Handlungsbedarf im Sinne einer vorbeugenden Gesundheitspolitik besteht.

Unterstützt wurden die wissenschaftlichen Ausführungen durch Erfahrungsberichte von mehreren elektrosensiblen Referenten wie dem Kommunikationstechniker Ulrich Weiner oder der Tagungsleiterin Suzanne Sohmer.

Am Ende der Tagung erging ein dringender Appell an alle Mediziner, sich umfassend und industrieunabhängig über die vorliegenden Fakten zu informieren. Das sogenannte Mikrowellensyndrom mit seinen vielfältigen Auswirkungen auf die Gesundheit von immer mehr Patientinnen und Patienten als entscheidende Ursache für Krankheitserscheinungen, so die einhellige Meinung, müsse in den Blickpunkt der täglichen ärztlichen Praxis geraten.

Darüber hinaus wurde an die Adresse der politisch Verantwortlichen in der Gesundheitspolitik die Forderung erhoben endlich eine ausreichende Vorsorgepolitik umzusetzen. So gelte es drastische Grenzwertsenkungen beim Mobilfunk zu erlassen, ein Verbot von DECT-Telefonen wie in Asien oder in Amerika zu beschließen, und die stetig steigende Zahl von gesundheitlich Betroffenen man spricht derzeit bereits von ca. 10 bis 15 Millionen Personen - vor weiteren gesundheitlichen Belastungen durch elektromagnetische Wellen zu schützen.

Auch auf einen weiteren Aspekt der Thematik Mobilfunkstrahlung wurde hingewiesen: Da bei strahlungsbedingten Erkrankungen im Wesentlichen mit Langzeitwirkungen zu rechnen ist, müssen die Krankenkassen in der Zukunft mit erheblichen zusätzlichen finanziellen Belastungen aus dem Bereich der strahlungstoxisch verursachten Erkrankungen rechnen.

Hans Schütz
(Organisationsteam Netzwerk Risiko Mobilfunk)

Bei Rückfragen wenden Sie sich an mich oder an Suzanne Sohmer Tel:08822/94171

Quelle: Newsletter Volker Hartenstien

Tags:
Aerzte, Interessenkonflikt, Weiner, Instrumentalisierung, Bergmann, Waldmann-Selsam, Mikrowellensyndrom, Oberammergau, Kern, Landesärztekammer, Sohmer, Funk, Aerztekongress


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