Falsche Schlüsse (111): Asche zu Asche machen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 29.10.2018, 10:23 (vor 445 Tagen) @ H. Lamarr

Auf die Frage "Wohin mit dem Müll?" hatte Justus von Liebig schon 1865 die richtige Antwort: Verwerten! Dem Londoner Bürgermeister hatte er nachgewiesen, die Abwässer seiner Stadt enthielten Kalisalze und Phosphorsäure im Wert mehrerer Millionen Pfund Sterling.

Die Müllverwertung jedenfalls braucht sich nicht aufs Verbrennen zu beschränken! Denn im Müll steckt weit mehr an Wert als nur thermische Energie. So konnte die „Kehrichtverwertung Zürcher Oberland“ (KEZO) die thermische Verwertung zum einträglichen Geschäft ausbauen. Zwar sind 85 Prozent mineralische Asche. Doch aus den verbleibenden 15 Prozent der Trockenschlacke sortiert die Anlage Halbedel- und Edelmetalle aus. Und das lohnt sich: Aus 100.000 t Abfall hat die Anlage 2017 65 kg Gold, 1750 kg Silber, 800 t Kupfer und 2,9 Mio. t Aluminium im Wert von zusammen knapp 7,9 Mio. Schweizer Franken erwirtschaftet – die Investition von 40 Mio. Franken amortisiert sich also zügig.

Quelle: Einladungstext zu einer Veranstaltung des "Internationaler PresseClub München". Der Referent Daniel Böni ist Geschäftsleiter der Verbrennungsanlage KEZO in Hinwil, Schweiz. Er hat an der ETH Zürich seinen Master of Engineering erworben, als Test- und leitender Ingenieur in der Plastikindustrie gearbeitet, davon zwei Jahre in China. Er war Chefingenieur für einen Hersteller von Dosierungsanlagen in Italien, Chefingenieur einer internationalen Gruppe von Glascontainer-Herstellern und Betriebsleiter zweier solcher Anlage in der Schweiz.

Böni sagt: "Wir sind imstande, feinste Metalle auszusortieren, dies kann sonst niemand". Und meint zur Ausbeute: "Das ist extrem viel und entspricht dem Gehalt einer Gold-, Silber- oder Kupfermine im Ausland.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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