Fall 22: Herr Jakob und die Strahlungsleistung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 05.06.2011, 18:36 (vor 3090 Tagen) @ H. Lamarr

Strangthema: IARC-Klassifikation
Ausgangsposting: http://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=59464#59464
Verfasser des Ausgangspostings: "Hans-U. Jakob" (unten rot zitiert)
Datum: 04.06.2011
Verfasser des Antwortpostings: "Paul Aner" (unten grün)
Kommentarlose Löschung des Antwortpostings?: Nein (siehe unten Erläuterung).

Nicht erschienenes Antwortposting

Bei einer städtischen Mobilfunkantenne mit Sendeleistungen von 3000Watt ERP pro Sektor haben Sie in 100m Entfernung eine Strahlung von 3.953V/m am Kopf, falls Sie sich in einer der 3 Hauptkeulen befinden. Bei Gigaherz lagern Hunderte von Standortdatenblättern im Archiv. Sie brauchen mich über Sendeleistungen gar nicht belehren zu wollen.

Sie irren Herr Jakob! Sie können bei einer Dosisbetrachtung, die mit den Faktoren "Intensität" und "Zeit" arbeitet, nicht einfach einen der Faktoren ersatzlos weglassen. Ihrem netten Vergleich von Feldstärkewerten fehlt daher etwas, um mit meinem Beispiel, das ursprünglich von Dr. Eder (ehemals Bayerisches Landesamt für Umwelt) kommt, in Konkurrenz treten zu können: die Zeit!

Schauen Sie, es ist doch eigentlich recht einfach:

Formel
Absorbierte Gesamtenergie (J/kg) = SAR (W/kg) x Einwirkdauer (s)

Basisstation
Sendeleistung = 20 Watt, Entfernung = 100 m: Daraus resultiert ein SAR-Wert von 0,00001 W/kg, Dauerstrahlung = 24 h/Tag
Absorbierte Gesamtenergie (J/kg) = 10-5 W/kg x 24 x 3600 s = 0,86 J/kg
((10-5 = 10 hoch -5))

Handy
Sendeleistung = 2 W direkt am Ohr. Daraus resultiert ein SAR-Wert von 0,3 W/kg (modellabhängig), Nutzungsdauer pro Tag = 45 min
Absorbierte Gesamtenergie (J/kg) = 0,3 W/kg x 0,75 x 3600 s = 810 J/kg

Energiebilanz
810/0,86 = 940 --> Ein 45-minütiges Handytelefonat bringt 940-mal mehr Energie in Ihren Kopf ein verglichen mit einem ganztägigen Aufenthalt in 100 m Abstand zu einer Standard-Mobilfunkbasisstation.

Und weil dies nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zutreffend ist, hat die IARC folgerichtig den Handys ein mögliches Krebsrisiko ans Bein gehängt, den Sendemasten aber nicht. Für ein Krebsrisiko durch Sendemasten sieht die IARC einfach keine Evidenz - egal, was Sie auch an Standortdatenblättern im Keller lagern haben.


Erläuterung: Der Gigaherz-Präsident ist sich seiner verquerten Sache sehr sicher. So sicher, dass er das Posting von "Paul Aner" nicht nur platt machen ließ, sondern auch noch triumphierend kommentiert:

An Paul Aner
Sie glauben doch nicht im Ernst, dass wir hier ihren Quatsch von einer 20Watt-Basisstation freischalten.
Deponieren Sie diesen höheren technischen Blödsinn auf der Müllhalde an der Stefan Schall-Strasse in München.
Die Schurken und Halunken dort werden ihnen diesen Mist gerne abkaufen.
Hier haben Sie keine Chance.
Das Ende ihrer Standardlüge Nr.2 finden sie auf www.gigaherz.ch/1155
Hans-U. Jakob

Forum Admin: Aner bitte sperren. Der lügt wie ein Handyverkäufer oder Standorthändler.

Wie absurd das Denken von Herrn Jakob ist, zeigt sich an der Anweisung für den Forum-Admin, den Teilnehmer "Aner" zu sperren. Da dieser Teilnehmer bei Gigaherz nicht registrierter ist, kann er gar nicht vom Admin gesperrt werden. Nicht weniger absurd ist Jakobs Versuch, den EMF-Energieeintrag in den Kopf eines Menschen durch schlichte Benennung von Feldstärkewerten zu entkräften. Das ist ungefähr so, als würde Herr Jakob verlauten lassen, der steigende Spritpreis betreffe ihn in "keinster Weise", weil er sowieso immer nur für 20 Fr. Sprit tanke.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
IARC, Zensur, Weglassen, Nachhilfe, Zensor


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