BY, Rehling (Allgemein)

Gast, Donnerstag, 20.04.2017, 16:34 (vor 736 Tagen) @ H. Lamarr

Auszug aus Augsburger Allgemeine vom 3. April 2017
von Johann Eibl

Tetrafunk: Klare Absage an „Uraltsystem“ in Rehling
Zwei Wege, um den geplanten und umstrittenen Funkmast in Rehling zu verhindern, zeigte Ingeborg Gulden bei einer Informationsveranstaltung am Samstagnachmittag auf. „Wir haben unsere Hausaufgaben bereits gemacht“, betonte die Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde und verwies auf den einstimmigen Beschluss des Gemeinderats gegen dieses Vorhaben. Jetzt sollte man dem Grundstückseigentümer helfen, aus dem Pachtvertrag herauszukommen, „wenn er das möchte“. Dann, so Gulden, stehe kein weiterer Standort zur Verfügung. Außerdem rief sie dazu auf, mit Unterschriften Druck auf die Politiker auszuüben: „Mehr können wir im Moment nicht machen.“

Referent Professor Klaus Buchner hatte gut eine halbe Stunde gesprochen, ehe er eine weitere Stunde lang für Fragen zur Verfügung stand. Er rief den Besuchern zu: „Stehen Sie weiter gut zusammen, dann haben Sie eine gute Chance.“ Von der technischen Seite her, gebe es durchaus Möglichkeiten, dem Tetrafunk in Rehling einen Riegel vorzuschieben.

Auch bei Tieren und Pflanzen seien negative Konsequenzen bekannt geworden. Kinder und chronisch Kranke seien besonders betroffen. Mit Nachdruck wandte sich Buchner gegen die Aussagen von Fachleuten, wonach Grenzwerte schützen: „Das ist eine Lüge. Viele Studien belegen das Krebsrisiko.“

Auszug Aichacher Zeitung vom 2. April 2017

"Gibt es erfolgreiche Klagen wegen der Wertminderung der Grundstücke?", wollte ein Mann wissen. "Die Wertminderung liegt durchschnittlich bei 30 Prozent. Klagen gibt es, ob sie erfolgreich sind, weiß man noch nicht", betonte Buchner. Er schlug vor, die lokalen Abgeordneten auf den Fall anzusetzen. "Im September sind Wahlen", das sei vielversprechend.
Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen, Erschöpfung: Bereits in seinem Referat listete Klaus Buchner gesundheitliche Schäden auf, die von Funkmasten ausgehen. Zum Teil mit verheerenden Folgen, nicht nur für Menschen, sondern nachweisbar auch für Tiere und Bäume. Besonders anfällig seien Kinder unter zehn Jahren und chronisch Kranke. Die Tetra-Technik, in die der Bund bereits zwölf Milliarden Euro gesteckt habe, bezeichnete der Europa-Parlamentarier als veraltet. Sie funktioniere oft nicht, was eine Polizeibeamtin aus der Zuhörerschar spontan bestätigte.

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Tags:
Verantwortungslos, Druck, Buchner, Mietmaul, ÖDP, Rimbach, Bayern, Populist, Gemeinde, Infektionsgefahr, Rehling, Wertminderung, Ferkeldrama


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