Garmisch-Partenkirchen: Wahl zwischen Pest und Cholera (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 08.12.2017, 13:14 (vor 709 Tagen) @ KlaKla

Die Gewinner der Aktion werden am Ende nicht etwa die Bürger der Gemeinde sein, vielmehr die Szene bekannten Geschäftemacher (Rechtsanwälte und/oder externe Mobilfunk Standortfinder).

Stimmt, sehe auch ich so. Das Praktische an so einem Bürgerbegehren ist: Die Verantwortung wird aufs Stimmvolk verlagert, keiner muss später, wenn das Ganze in sich zusammengefallen ist wie in Erkrath, für den im Mai 2018 beschlossenen Blödsinn geradestehen. Verloren hat die Gemeinde mMn bereits jetzt, denn wegen ein paar verbohrter Mobilfunkgegner, die jetzt fünf Monate lang die Leute vor Ort aufstacheln werden, wird so oder so das Geld zum Fenster rausgeworfen. Offensichtlich ist in Garmisch-Partenkirchen zuviel davon da. Aus meiner Sicht ist es daher einerseits clever, Laien über das weitere Vorgehen entscheiden zu lassen, andererseits ist es grotesk, da in der Bürgerschaft jeglicher Sachverstand für eine sachkundige Entscheidung fehlt und sich so selbsternannte Experten risikolos in Szene setzen können. Enttäuschend finde ich den vor den Wutbürgern kapitulierenden Gegenvorschlag der Gemeinde, der aller Voraussicht nach einen Ex-Mitarbeiter des sogenannten Umweltinstituts München ins Geschäft bringen wird. Besser wäre es mMn gewesen, den Landeiern am Alpenrad als Gegenvorschlag unentgeltliche Nachhilfe in Physik und im Erkennen von Desinformation anzubieten.

Hintergrund
Juni 2016: Mobilfunkkonzept Erkrath wird abgeschafft
Münchener Mobilfunk-Vorsorgemodell gescheitert

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Sachverstand, Laien, Erkrath, Pest, Cholera


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