Mühlbauer kandidiert für den Kreistag (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 19.12.2019, 20:43 (vor 233 Tagen) @ KlaKla

In Böbing ist die Heilpraktikerin Sabine Mühlbauer seit 2014 aktiv für ihre Überzeugung, Mobilfunk birgt eine Gefahren.

Wenn sich Personen öffentlich auffällig in Szene setzen und als "Anwalt der Bürger" auftreten, dann – das habe ich in 17 Jahren Teilnahme an der Mobilfunkdebatte gelernt – ist Vorsicht geboten. Denn möglicherweise steckt da etwas im Busch, was Außenstehende nicht sehen, was jedoch die wahre Erklärung für das Radschlagen ist. Das kann alles mögliche sein, etwa ein Hang zur Selbstdarstellung, kommerzielle Interessen oder politische Ambitionen. Bei Frau Mühlbauer könnte es das kommerzielle Interesse gewesen sein, potentielle Patienten auf sich aufmerksam zu machen. Konkrete Belege für diesen Verdacht gibt es nicht. Immerhin war sie als Mobilfunkgegnerin erfolgreich, denn in Böbing gibt es nach wie vor keinen Sendemast. Für politische Ambitionen der Heilpraktikerin aber gibt es einen Beleg. Sie bewirbt sich im Landkreis Weilheim-Schongau bei den Kommunalwahlen 2020 um einen Sitz im Kreistag. Für welche Partei? Das verrate ich nicht, nur soviel: Das Akronym der Partei fängt mit Ö an und hört mit P auf :-).

Womit wir wieder einmal bei den Aktivitäten von Klaus Buchner als unermüdlichen Handlungsreisenden in Sachen Mobilfunk-Paranoia wären. Ihm ist es in Böbing offensichtlich gelungen, Frau Mühlbauer für den Eintritt in seine Partei zu gewinnen. Vielleicht waren es sogar mehr. Damit hat er, trotz seiner bizarren Auftritte als Mobilfunkgegner, einen Brückenkopf in Böbing geschaffen. Das ist doch schon was, jedenfalls für eine Kleinpartei wie die ÖDP. Wenn der Herr Professor bei jedem seiner Auftritte zwei oder drei frische Parteimitglieder akquiriert, und er tritt sehr häufig auf, dann kommt im Laufe der Jahre schon etwas zusammen.

Buchners Wirken als krasser Mobilfunkgegner könnte erfolgreicher sein als gedacht. Zumindest er wird es so sehen. Wäre da nicht der Exodus der Volksparteien, der in Bayern auch anderen Kleinparteien, die sich nicht als Mobilfunkgegner profilieren, zweistellige Mitgliederzuwächse beschert. Womit wir wieder so schlau sind wie zuvor.

Sollte es dem "Atomphysiker" tatsächlich gelungen sein, einen überproportional hohen Anteil an Mobilfunkgegnern in der ÖDP zu versammeln, kann sich das auf Dauer schädlich auf die Partei auswirken. Denn überzeugte Mobilfunkgegner haben mMn gewisse Defizite aufzuweisen. Und werden Sendemastenhasser von Klaus Buchner auf seinen Veranstaltungen eingesammelt, kommt noch ein belastendes Defizit hinzu.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
ÖDP, Wahlkampf, Böbing, Heilpraktikerin, Mühlbauer, Anti-5G-Fraueninitiative


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