Oberbach: BI löste sich auf, neuer Sendemast geht in Betrieb (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 06.05.2020, 20:58 (vor 140 Tagen) @ KlaKla

Seit 16 Jahren wurde in Oberbach, Ortsteil des unterfränkischen Marktes Wildflecken, um die Errichtung eines zweiten Mobilfunksendemasten gestritten. Diagnose-Funk entsandte 2017 Jörn Gutbier nach Unterfranken, um den Sendemasten zu verhindern. Doch jetzt thront der neue Antennenträger aus Beton auf einem Hügel über dem Dorf und wartet auf seine Inbetriebnahme.

Bereits im Jahr 2004 hatte der Gemeinderat über einen neuen Mobilfunkmast in der Nähe von Oberbach diskutiert. Doch der damalige Standort wurde nach heftigen Bürgerprotesten und einer Unterschriftensammlung besorgter Bürger verworfen. Die Diskussion kam allerdings nie zum Erliegen und spaltete das Rhöndorf in die Gruppe der Gegner und die Gruppe der Befürworter eines Mobilfunkmastes. Der bislang nächstgelegene Sendemast steht rund 4,5 Kilometer von Oberbach entfernt am Totnansberg. Von dort aus kann Oberbach nicht mehr zeitgemäß versorgt werden. Erst als ein Rechtsstreit drohte, stellte die Bürgerinitiative ihren Protest ein.

Im Mai 2017 votierte der Wildfleckener Gemeinderat mit 13 zu 2 Stimmen für eine Auftragsvergabe an die Deutsche Telekom zur Errichtung eines neuen Mobilfunkmastes. Unklar blieb lange, ob die Bürgerinitiative rechtliche Schritte gegen den mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderats einleiten würde. Dies geschah nicht. Aus gut unterrichteten Kreisen war vielmehr zu hören, die Bürgerinitiative habe sich letztlich auflöste. Dass sie unter massiven Druck der Einheimischen geraten war, ist ein offenes Geheimnis.

Quelle: Main-Post vom 4. Mai 2020

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Game over, Gutbier, Oberbach


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