HE, Büttelborn - Mobilfunknetzausbau (Allgemein)

Gast, Samstag, 18.08.2018, 11:30 (vor 373 Tagen) @ H. Lamarr

Februar 2018 "Mobilfunkausbau Thema in Büttelborn"
Auszug: ... Jetzt laufen die Verträge für die beiden Masten aus, die von Vodafone betrieben, aber teilweise auch von T-Mobile und anderen Anbietern mit genutzt werden. Es liegt nun in den Händen der Gemeindevertreter, ob sie die Verträge verlängern wollen. Die Krux: Vodafone fordert alles oder nichts: Das heißt: Wenn Vertragsverlängerung, dann nur mit freier Hand für den Konzern, um nach allen derzeit möglichen Technologien aufrüsten zu können.

Mehr Speed vom Sendemast – das aber bedeutet wahrscheinlich eine höhere Strahlung. Der Kreis schließt sich. Damit erhalten die Bedenken der früheren Bürgerinitiative, die sich zwischenzeitlich aufgelöst hat, neue Nahrung. Deren Gründer und Sprecher war Andreas Rotzinger (CDU). Heute ist er Bürgermeister. Das damals angeeignete Wissen hat er nicht verloren und bekennt freimütig: Die Langzeitstudien sind abgeschlossen und haben keine Gesundheitsgefährdung aufgrund der Strahlungen ergeben. Außerdem: „Wir sollten uns nicht gegen die Entwicklung stellen.“

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Juli 2018 "Ein Beschluss von 2001 verhindert in Büttelborn ein modernes Mobilfunknetz"
Auszug: ... Damals, so der Telekom-Vertreter, sei es lediglich darum gegangen, mit dem Mobiltelefon zu telefonieren. Heute aber sei die Telefonie eher zweitrangig. Stattdessen schaue man auf Apps, übertrage Fotos oder wolle seine E-Mails lesen. Da kapituliert das betagte GSM-Netz. Dürfte die Telekom in der Ortsmitte eine leistungsfähige Funkantenne aufstellen, wäre das Problem schnell behoben. Noch bessere wären mehrere Antennen, so Zieg.

„Wir müssen kritisch überprüfen, ob die Grenzwerte von damals noch haltbar sind“, forderte der Bürgermeister. Im August wird ein Fachmann für Strahlenbelastung im Ausschuss referieren. Der werde weitere Funkmasten ablehnen, ist sich Zieg sicher. Dabei seien dessen Argumente nicht haltbar, wie er auf mehreren Veranstaltungen mit diesem Vertreter bereits erfahren habe. „Wir brauchen in Büttelborn einen Standort für einen Sendemast, sonst macht das alles keinen Sinn“, stellte Zieg dar, während Andreas Rotzinger den Beschluss von 2001 aus der damaligen Sicht verteidigte. „Damals gab es viel Unsicherheit und Unwissenheit“, sagte er. Den Beschluss von damals verstehe er als „Vorsorgebeschluss mit dem Ziel, ihn immer wieder zu überprüfen“. Genau das solle jetzt geschehen.

August 2018 „Strahlung wirkt auf zentrale Nervensystem“
Auszug: ... Der Umweltausschuss hatte deshalb bereits Vertreter der Telekom und von Vodafone angehört. Übereinstimmend forderten diese aber die Aufstellung von Sendemasten in der Ortsmitte und unterlegten dies mit der Aussage, nur so könne eine Verbesserung der Empfangsqualität und eine Sicherstellung der neuen technischen Möglichkeiten, die die Umstellung auf LTE mit hohen Daten-Übertragungsraten biete, genutzt werden.

Dem widersprach Jörn Gutbier energisch. Er begründete dies mit weltweiten Untersuchungen von Wissenschaftlern, bei denen es zwar Pro und Contra gebe. Doch zwischenzeitlich kämen immer mehr Fachleute zum Ergebnis, dass Strahlungen auf das zentrale Nervensystem einwirkten, vor allem dann, wenn die Geräte nah am Körper getragen würden. Die Chromosomen könnten dadurch geschädigt werden mit der Folge von Tumoren, vor allem im Kopf. Strahlen, die Router im Haus rund um die Uhr aussenden, seien weder zu hören noch zu sehen und sollten keinesfalls in der Nähe von Schlafräumen, vor allem Kinderzimmern, installiert werden. Neueste Untersuchungsergebnisse lägen der Bundesregierung zwar vor, würden jedoch unter Verschluss gehalten, weil kein Interesse an einer neuerlichen Diskussion über dieses Thema bestünde, so der Referent.

Tags:
Diagnose-Funk, Gutbier, Gemeinde, Bürgermeister, Netzausbau


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