BY, Graswang - 30 m hoher Sendemast auf dem Rauhbichel (Allgemein)

KlaKla, Freitag, 15.03.2019, 07:14 (vor 131 Tagen) @ H. Lamarr

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08.01.2019 Merkur Graswang bekommt einen 30 Meter hohen Sendemasten
Wer in Graswang mit seinem Handy telefonieren möchte, muss sich dafür einen guten Platz aussuchen – und Glück haben. Maximilian Schwarz (26) kennt das Dilemma: „Egal, welches Handy und welcher Anbieter. Ein, zwei Balken von fünf, das ist die Regel. Wenn man ein Gespräch führt, bricht häufig die Verbindung ab. Der Internet-Empfang ist noch schlechter.“ Dieser Zustand könnte schon bald der Vergangenheit angehören, denn die Deutsche Telekom AG beabsichtigt, im Wäldchen oberhalb der Gröblalm, am Rauhbichel, eine Mobilfunkstation zu errichten, sprich einen hohen Sendemasten. Damit wäre es dann aber auch vorbei mit der strahlungsfreien Insel der Glückseligkeit in Graswang.

Auf Anfrage bestätigte Bürgermeister Josef Pössinger die Telekom-Pläne: „Wir besprechen das Thema in unserer nächsten Gemeinderatssitzung am kommenden Montag. Im Endeffekt werden wir es nicht verhindern können. Wichtig ist uns vor allem, solche Anlagen aus den unmittelbaren Wohngebieten rauszuhalten. Für die geplante Station trifft das in etwa zu, aber natürlich wird man den Masten sehen.“ Wie hoch dieser wird, ist Pössinger nicht bekannt. Der Gemeindechef schätzt „deutlich über 20 Meter“.

15.01.2019 Merkur Bürger rebellieren
Ettal/Graswang – Gemeinderatssitzungen in Ettal gehen nicht selten unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne. Das Interesse an der Lokalpolitik hält sich allgemein in Grenzen. Ein ganz anderes Szenario bot sich am Montagabend im „Ettaler Haus“, als knapp 20 Bürger aus Graswang im Zuhörerbereich Platz nahmen. Das Thema, das sie mobilisiert hatte – der geplante, 30 Meter hohe Sendemast auf dem Rauhbichel, den die Telekom AG im kommenden Frühjahr errichten will.

17.01.2019 Golem.de Ein Dorf in Bayern will keinen Mobilfunkmast
... Gemeinderat Korbinian Ostler erklärte dem Merkur: "Es gibt eine Grundversorgung hier, damit sind die Leute zufrieden. Wir brauchen so ein Riesending nicht, von dem wir nicht wissen, welche gesundheitlichen Risiken davon ausgehen, und das die Landschaft und das Ortsbild extrem verschandeln würde."

... Rathauschef Pössinger gab zu, dass er selbst mal gesundheitliche Probleme offenbar aufgrund von Mobilfunkstrahlung gehabt habe, stellte jedoch fest, dass man auch an die Zukunft denken müsse ...

26.02.2019 Merkur Mega-Sendemast in Graswang
Bürgermeister Josef Pössinger: „Gemeinde und Bürger lehnen dieses Vorhaben vehement ab. Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, auch über die politische Schiene, um den Standort zu verhindern.“

...Pössinger griff dann noch den Telekom-Beauftragten persönlich an: „Ob sich der Standort Schießplatz eignet, können Sie nicht beurteilen. Ich bezweifle Ihre Kompetenz, Sie haben wenig Hintergrund in Sachen Funktechnik.“ Ostler äußerte seine Befürchtung: „Wenn die Station mal steht, gehen andere Anbieter auch mit drauf, und wir haben auf einmal die drei- und vierfache Belastung.“ Auch beim Brunnenkopf sei die Bürgerschaft vor vollendete Tatsachen gestellt worden: „Früher hat man dort oben mit dem Handy nicht telefonieren können. Dann ist der Gipfel in Elmau gekommen, und auf einmal ist es gegangen.“ Ostler schloss mit den Worten: „Wildsteig wehrt sich seit Jahren erfolgreich gegen den Mobilfunk, Böbing auch. Das muss uns Mut machen.“

08.03.2019 Merkur Streibl holt Söder ins Boot
...Am Donnerstag hat der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag eine Mitteilung über seinen weitreichenden Verteiler geschickt und das Thema mit deftigen Worten weiter publik gemacht. In dem Schreiben wirft er dem Mobilfunk-Unternehmen „kompromisslose Planung und Umsetzung“ vor. In den Augen des Abgeordneten wäre die 30-Meter-Station oberhalb von Graswang „ein schwerer Eingriff in die unberührte Natur“. Gegenüber dem Tagblatt wird der Oberammergauer noch deutlicher. „Das ist ja fast schon ein Frevel“, sagte er zu den Plänen. Das Graswangtal ist für ihn ein Kleinod im Naturpark Ammergauer Alpen. Deshalb mache ein Mast an dortiger Stelle „keinen Sinn“.

Bereits im Februar hat Streibl einen Brief an seinen Partei-Kollegen und Duz-Freund Thorsten Glauber geschrieben. In seiner Antwort hat der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz unter anderem auf ein Förderprogramm hingewiesen, mit dem betroffene Kommunen Prognosen für Standort-Alternativen und Immissions-Untersuchungen veranlassen können. Das mag eine Hilfe für die Gemeinde sein, ihren Standort-Vorschlag am Schießplatz, für den die Telekom bislang wenig Begeisterung gezeigt hat, durchzubringen. „Eine andere Lösung“ als den Rauhbichel zu finden, liegt auch Streibl am Herzen. Deshalb schickt der Politiker, dessen Partei seit Herbst neben der CSU in der Regierungsverantwortung steht, an diesem Wochenende weitere Briefe raus...

Kommentar:
Die Grundversorgung im Ort, ist gegeben was brauchen wir einen Sendemast. Wie Egoistisch die Vorteile nutzen und die negativ Einrichtung bei den anderen belassen. Verantwortunglose Dorfpolitik mit wenig Weitblick. Vor was fürchtet sich die Dorfpolitiker mehr, nicht wieder gewählt zu werden oder vor der Funkstrahlung. :no:

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Meine Meinungsäußerung


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