5G-Tea-Party: kommt Zeit, kommt Einsicht (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 13.04.2019, 14:24 (vor 220 Tagen) @ H. Lamarr

Gegen 3G, 4G, Tetra-Funk und W-Lan versuchte die Anti-Mobilfunk-Szene mit ihren kleinen Profiteuren der Angst vor Funk die Massen zu mobilisieren – mit bescheidenem Erfolg. Bei 5G ist es anders, die Proteste sind keine kleinen lokalen Strohfeuer, sondern haben viele westliche Industrienationen erfasst, Petitionen krebsen nicht mehr mit ein paar hundert Mitzeichnern herum, sondern verbuchen zehntausende Unterstützer.

Auszug aus einer Meldung des Schweizer Fernsehens vom 12. April 2019:

Dass die Bedenken gegenüber 5G gross sind, kann Psychologe und Risiko-Forscher Renato Frey von der Universität Basel gut nachvollziehen. «Bei der Abwägung von Risiko seien vor allem zwei Faktoren entscheidend: einerseits wie neu etwas ist, wie viel man darüber weiss. Andererseits wie bedrohlich etwas ist, und das hängt vor allem davon ab, wie viele Menschen davon betroffen sind.»

Die Skepsis gegenüber 5G sei vergleichbar mit derjenigen bei der Einführung der Mikrowelle in den 60er-Jahren, sagt Frey. Diese galt zwar als revolutionäre Technologie, aber es mangelte an Erfahrungswerten aus Alltag und Wissenschaft. Deshalb haben viele Menschen das Gerät als riskant wahrgenommen. «Mit der Erfahrung hat sich das geändert, die Leute haben sich daran gewöhnt, gemerkt, dass die Mikrowelle keine gesundheitsschädigende Wirkung hat.»

So könne es gut sein, dass sich auch bei 5G die Wahrnehmung ändert, sagt Frey. «Aus der psychologischen Forschung weiss man, dass Leute durchaus Risiken eingehen, sobald der erwartete Nutzen die potentiellen Risiken übersteigt.»

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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