5G-Tea-Party: die Desinformationskampagne gegen 5G (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 23.03.2019, 21:31 (vor 239 Tagen)

Was derzeit gegen 5G in den Medien und auf Petitionsplattformen abläuft, erinnert stark an die Tricks, mit denen die Tea-Party-Bewegung in den USA ins Bewußtsein der Bevölkerung manipuliert wurde. Die Bewegung richtete sich gegen Präsident Barak Obama, wer die Strippen zog ist inzwischen weitgehend bekannt. Auch die Tabakindustrie war anfangs mit dabei. Wer hinter der 5G-Tea-Party steckt oder ob hier überhaupt Marionettenspieler am Werk sind, ist derzeit unklar.

Gegen 3G, 4G, Tetra-Funk und W-Lan versuchte die Anti-Mobilfunk-Szene mit ihren kleinen Profiteuren der Angst vor Funk die Massen zu mobilisieren – mit bescheidenem Erfolg. Bei 5G ist es anders, die Proteste sind keine kleinen lokalen Strohfeuer, sondern haben viele westliche Industrienationen erfasst, Petitionen krebsen nicht mehr mit ein paar hundert Mitzeichnern herum, sondern verbuchen zehntausende Unterstützer. Damit halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass die Behinderung der 5G-Einführung im Westen, für viele Industrien und Branchen dort ein künftiger Wettbewerbsfaktor, von den üblichen Verdächtigen aus dem östlichen Ausland befeuert wird.

Gewiss, einfältige Petitionen, die einen Stopp der 5G-Lizenzvergabe fordern, werden folgenlos verpuffen. Problematischer wird die für 5G erforderliche Netzverdichtung werden, besonders in ländlichen Gegenden. Denn die kürzeren Reichweiten der 5G-Trägerfrequenzen in den Pionierbändern führen auf dem flachen Land dazu, dass die Sendemasten sichtbar näher an die Dörfer heranrücken müssen. Das zu erwartende Theater durch desinformierte Landbewohner wird an Intensität deutlich zunehmen – zur großen Freude der Medien, die genüsslich über jeden neuen Aufzug des immerzu gleichen Stücks berichten werden. Aufgrund dieser Medienberichte sehe ich das Risiko, dass die Mobilfunk-Hysterie in die Städte und Großstädte zurückkehren wird. In den letzten zehn Jahren gab es dort nur noch wenig bis keine Proteste mehr.

Eine Verhinderung der 5G-Netzverdichtung wird sicherlich nicht gelingen, eine Behinderung, die zu Verspätungen und vor allem zu enormen Zusatzkosten führen wird, halte ich hingegen für sehr realistisch. Sollte es Marionettenspieler geben, sie werden dies als ihren Erfolg in einem verdeckt geführten Wirtschaftskrieg sehen und sich zufrieden die Hände reiben.

Dokumentation über die Hintergründe der Tea-Party-Bewegung in den USA

Hintergrund
Bild' dir meine Meinung: Greenwashing und Astroturfing
Buchner/Weiner: 5G die große Gefahr, Diskussion im EU-Parlament (Nachtrag vom 07.04.2019)

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Medien, Tabakindustrie, Strippenzieher, Kampagne, Tea-Party, Lügenpresse, Polarisierung


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