ProtectUs: Strahlenschutz für die Hosentasche (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 07.03.2018, 12:01 (vor 625 Tagen) @ H. Lamarr

Branche: Produkte zum Schutz gegen Elektrosmog
Produkt: ProtectUs (Schirmgewebe zum Aufbügeln)
Anbieter: ProtectUs UG & Co. KG (Hintergrund zur Unternehmensform)
Nutzen: Objektiv ohne Nutzen, da von Handys in Hosentaschen keine erwiesenen Gesundheitsgefahren ausgehen. Im günstigsten Fall vorsorglicher Schutz der Fortpflanzungsorgane.

Beleg: Der ProtectUs ist ein vor Strahlen schützendes Nachrüstkit für die Hosentasche. Die Hosentasche ist der Bereich an dem man sein Smartphone in der Hose aufbewahrt. Viele Studien belegen dramatische Langzeitfolgen der dauerhaften Strahlung der Mobiltelefone. Deshalb wird die zum Körper zeigende Seite der Hosentasche durch den Strahlen undurchlässigen Stoff des ProtectUs abgeschirmt. Der ProtectUs schränkt in keinster Weise den Empfang Ihres Smartphones ein, da die Strahlen nur zur Seite des Körpers hin abgeschirmt werden und nicht nach außen. Das modische Erscheinungsbild ihrer Hose wird nicht getrübt, da der ProtectUs von außen nicht zu sehen ist. Mithilfe eines Bügelklebers, welcher sich bereits auf dem ProtectUs befindet, lässt sich das Nachrüst- kit mühelos aufbügeln.

Quelle: http://www.protect-us.de/index.htm#xl_ancher_produktneu2
Datum: 7. März 2018

Kommentar: Mit dem überteuerten Produkt (19,95 Euro für Material, ausreichend für nur eine einzige Hosentasche) versuchen zwei Start-up-Nachwuchsunternehmer die Angst vor Elektrosmog ohne große Mühe in bare Münze umzuwandeln. Dies wäre tolerierbar, würden die beiden diese Angst nicht auch noch schüren, indem sie die Notwendigkeit für ihre Geschäftsidee mit allerlei wild zusammen gegoogelten Alarmstudien zu belegen suchen. Dabei greifen die Jungs sogar auf Neil Cherry zurück (Lincoln Universität), den 2003 verstorbenen neuseeländischen Altvater der Elektrosmog-Hysterie. Auf ihrer Website verschweigen die offensichtlich von Skrupeln nicht geplagten Nachwuchsunternehmer den tatsächlichen wissenschaftlichen Kenntnisstand, der die Qualität von Studien berücksichtigt, alarmierende/entwarnende Arbeiten gegeneinander abwägt und so zu dem Schluss kommt, dass ein negativer Einfluss von EMF auf die Zeugungsfähigkeit von Männern bislang nicht nachgewiesen werden konnte. Nachzulesen ist dies z.B. in der aktuellen Studienbewertung des WBF und auf der Website des Bundesamtes für Strahlenschutz.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Cherry, Fertilität, Kommerz, Strahlenschutz, Protect, Hosentasche


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