Neil Cherry publizierte an der Wissenschaft vorbei (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 13.11.2017, 00:04 (vor 734 Tagen) @ H. Lamarr

Dort wurden 30 wissenschaftliche Dokumente Cherrys (z.B. eigene Forschungsarbeiten) zu Preisen zwischen 5 Dollar und 30 Dollar als PDFs zum Kauf angeboten.

Neil Cherry war seit 1974 bei der Lincoln University, Neuseeland angestellt. Sein dort dokumentiertes Wirken beginnt jedoch erst im Februar 1999 mit seiner ersten ICNIRP-Kritik "Criticism of the proposal to adopt the ICNRP guidelines for cellsites in New Zealand". Im Jahr 2000 folgten fünf weitere Arbeiten zu EMF, 2001 waren es vier und 2002, schon todkrank, kam er auf eindrucksvolle 21 Forschungsberichte. In seinem Todesjahr 2003 waren es noch drei. Insgesamt weist die Lincoln University für Neil Cherry 35 Papers aus, das Gros davon (ca. 30) handelt von EMF.

Für mich überraschend: Von diesen 30 EMF-Arbeiten wurde gemäß PubMed nur eine einzige in einem wissenschaftlichen Journal publiziert, es war 2003 sein letztes Paper, nämlich die medizinische Hypothese Human intelligence: the brain, an electromagnetic system synchronised by the Schumann Resonance signal. Alle anderen 29 EMF-Forschungsarbeiten Cherrys wurden nicht in einem wissenschaftlichen Journal publiziert, sondern lediglich intern im Department of Environmental Management der Universität. Dies erklärt, warum der Neuseeländer auch im EMF-Portal mit nur einer Arbeit vertreten ist. Mit dieser Publikationspraxis wurde Cherry zwar schlagartig zur Lichtfigur früher Mobilfunkgegner (Laien), zugleich entzog er sich damit allen unerfreulichen Auseinandersetzungen mit Vertretern der Wissenschaft, weil diese sein Wirken überhaupt nicht standesgemäß wahrnehmen konnten.

Alle 35 von der Lincoln University gehosteten Forschungsarbeiten Neil Cherrys stehen <hier> unentgeltlich zum Download bereit (Volltext).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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