T-Mobile wollte brisante Ecolog-Studie unterdrücken (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 31.10.2008, 12:32 (vor 3857 Tagen) @ H. Lamarr

Noch vor einigen Jahren wurde im Zusammenhang mit der berühmten Ecolog-Studie aus dem Jahr 2000 gerne erwähnt, dass T-Mobile die Veröffentlichung der Studie unterdrücken wollte (Beispiel). Solche Behauptungen gehen einem, wenn man sie immer wieder hört, irgendwann so in Fleisch & Blut über, dass man später nicht mehr weiß, woher die Information überhaupt gekommen ist. Auf der Suche nach der Quelle hatte ich zuerst einmal die Bürgerwelle und Omega in Verdacht - beide aber sind überraschenderweise unbeteiligt, jedenfalls habe ich heute nichts gefunden, was belegt, dass sie es waren, die die Behauptung in die Welt gesetzt haben. Die Spuren sind nach so vielen Jahren schon stark verweht. Auf der Website des Instituts für gesundes Wohnen und Leben (IGWL) wurde einst die Falschinformation zum Beispiel so weiter verbreitet:

Die brisanteste Studie des Jahres zu diesem Thema (zur Zeit heiß diskutiert im Bundestag!) wurde vom Hannoveraner Ecolog-Institut durchgeführt. Das Institut erhielt zusammen mit anderen Forschungsstellen von der Telekom-Tochter T-Mobil den Auftrag, eine Studie über die gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks zu erstellen. Das Ergebnis fiel nicht im Sinne des Auftraggebers aus. T-Mobil wollte die katastrophalen Ergebnisse dieser Studie nicht veröffentlichen und hat versucht, die Veröffentlichung zu verhindern. Das Ecolog-Institut entschied sich angesichts bedrohlicher Hinweise jedoch gegen seinen Auftraggeber und für die Veröffentlichung.

Tatsache ist: Die Geschichte, T-Mobile wollte die Studie unterdrücken, ist frei erfunden! In diesem PDF räumt Peter Neitzke, Chef des Ecolog-Instituts mit dieser absurden Behauptung auf, allerdings auch erst sehr spät, nämlich 2007 und nach Anfrage der Forumsteilnehmerin Doris. In dem PDF ist z.B. nachzulesen, dass Anfang 2001 ein Mitarbeiter von T-Mobile ihm gegenüber schriftlich erklärte, er, Neitzke, könne die Studie jederzeit veröffentlichen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
ECOLOG-Institut, Studie, Neitzke, Dauerbrenner, Behauptung, T-Mobil, T-Mobile


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