Ping-Pong (Forschung)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.05.2008, 11:40 (vor 5758 Tagen) @ AnKa

REFLEX ist schon seit langem in anderer Hinsicht betroffen. Die Studienergebnisse waren trotz Abstimmungsarbeit mit den ursprünglichen Studienherstellern (- Rüdiger -) nicht reproduzierbar.

Das war der Ping. Und hier der Pong: Laut Franz Prof. A. konnte Prof. Speit deswegen nicht erfolgreich replizieren, weil er das falsche Signal verwendete.

Dass Reflex widerspruchsfrei ist, behauptet ja auch keiner. Ihr Link zur BfS-Stellungnahme gegenüber Reflex zeigt die Angriffspunkte der Studie ja klar und deutlich. Meiner Einschätzung nach wird momentan aber etwas anderes diskutiert, nämlich nicht Reflex (2005), sondern die UMTS-Studie (2008) und deren Mängel. Nur durch Rückwärtsinterpolation ist jetzt auch Reflex in die Schusslinie geraten, obwohl die aktuelle Diskussion dies gar nicht hergibt, da die offenbar gar nicht schweigsame Laborantin klar benannt hat, ab wann Sie was getürkt hat. Und da ist Reflex eben nicht dabei. Das heißt: Der Wissensstand bezüglich Reflex hat sich kein bisschen verändert - dennoch wird jetzt auch diese Studie pauschal in die Verdächtigungen einbezogen. Das erinnert an eine Generalabrechnung, bei der auch alte Leichen ausgegraben werden. Das könnte zur Folge haben, dass nun eine Leichengräberstimmung einsetzt, und im Gegenzug ebenfalls gegraben wird. Da lässt sich mit Sicherheit was finden. Aug' um Aug', Zahn um Zahn. Weiterbringen wird uns dieses Ping-Pong mMn aber auf Dauer nicht.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Speit


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