Reaktion Dr. Lerchl auf Rüdiger/Prof. Adlkofer (Forschung)

Doris @, Sonntag, 25.05.2008, 21:02 (vor 5311 Tagen) @ KlaKla

Es steht jedem frei, sich nach Belieben lächerlich zu machen, so wie Sie dies hier tun. Sie schaden aber nicht nur sich selbst immer weiter, sondern Sie beschädigen Ihre und die Reputation Ihrer Mitarbeiter und ihrer Institutionen, insbesondere der Medizinischen Universität Wien und der ETH Zürich, immer mehr. Ich habe verschiedentlich versucht, Sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, von sich aus die Konsequenzen zu ziehen, leider ohne Erfolg. Hier ein Beispiel:

Am 6. Mai habe ich allen Autoren der Studie von Schwarz et al. (UMTS-verursachte Strangbrüche; Int Arch Occup Environ Health) eine Nachricht gesendet, auf die ich keine Antwort erhielt und die folgendes zum Inhalt hatte:

"Vor kurzem erhielt ich von einem Studenten (nicht von meiner Universität) eine Datei (Abstract) zugeschickt, die Sie für einen Kongress eingereicht hatten (EBEA 2007, Bordeaux; die Autoren des Beitrags waren Elisabeth Kratochvil, Claudia Schwarz, Alexander Pilger, Prof. Adlkofer und Hugo Rüdiger). Die Existenz und Validität dieser Datei wurde mir von dritter Seite unabhängig bestätigt. Die Datei enthält die Daten über die Auswirkungen von UMTS, so wie sie in der späteren Publikation in Abb. 1 gezeigt wurden, allerdings ohne negative und positive Kontrollen, also nur die Daten der exponierten und schein-exponierten Zellen. Die Daten waren mit denen in der Publikation 100% identisch (Anmerkung für die Leser: es ist üblich, Ergebnisse vor der Publikation in einer Zeitschrift auf Kongressen vorzustellen).

Die Datei war eine Word-Datei, und der Student wies mich darauf hin, dass durch einen Rechts-Klick die hinter der Abbildung liegende Excel-Datei (Anmerkung: Datenbank) geöffnet werden kann. Bei der Analyse dieser Daten fielen mir zwei Dinge sofort auf:

1) Die jeweiligen Mittelwerte und Standardabweichungen wurden aus 12 und nicht, wie in der Publikation angegeben, aus 3 Einzeldaten berechnet. Die Angaben und die statistische Analyse in der Publikation sind also allein aus diesem Grund ganz sicher falsch.

2) Knapp die Hälfte der Anzahl der A-Zellen wurde nicht eingetragen, sondern aus den Anzahlen der B-E Zellen berechnet. Bedeutet das, dass diese Zellen gar nicht gezählt wurden?"

Soweit der Text, auf den ich, wie gesagt weder von Ihnen noch von den anderen Autoren jemals eine Antwort erhielt. Dass Sie jetzt öffentlich erklären, alles sei nach wie vor in Ordnung, der Rektor der Medizinischen Universität habe einen Fehler gemacht, und alle außer Ihnen kennen die Methoden der Statistik, ist beschämend.

Sind Sie, die ja mit den eigentlichen Experimenten nichts zu tun hatten, eigentlich die beiden einzigen Autoren, die die Arbeiten nicht zurückziehen wollen? Sprechen Sie für alle anderen Autoren?

Prof. Dr. Alexander Lerchl, Bremen



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Tags:
UMTS-Studie, Klarstellung, Prof. Adlkofer, Rüdiger, Fälschungsverdacht, Kratochvil, Steinpilze


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