Elektrosensibilität: ein Gesundheitsproblem letzter Ordnung (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 05.04.2022, 12:27 (vor 783 Tagen) @ hans

Die neuste Zahl der selbsternannten französischen Elektrohysteriker ist noch weit, seeeeeehr weit weg von den 50% die der anerkannte Lügner Hans-Ueli Jakob mal als "Anteil EHS im 2017" prognostiziert hat.

Der Doyen der Schweizer Mobilfunkgegner war nicht der einzige, der auf die dilettantische 50-Prozent-Hochrechnung von Oberfeld/Hallberg hereinfiel. Auch Christoph Pfluger behauptete 2008 in seinem esoterischen Querfrontblättchen "Zeitpunkt" (Ausgabe 93) unter tapferem Verzicht auf eine Quellenangabe:

Parallel zur Verbreitung von Mobilfunkantennen und Schnurlos-Telefonen wächst auch die Zahl der Elektrosensiblen. Wenn der Trend anhält, wird 2017 die Hälfte der Schweizer Bevölkerung unter Elektrosmog leiden – ein Gesundheitsproblem erster Ordnung. [...]

Anscheinend fischte Pfluger den Blödsinn Ende 2007 in der fünften Gigaherz-Echokammer ab ("Nationaler Kongress Elektrosmog-Betroffener"), die Jakob zwischen 2003 und 2013 9-Mal veranstaltete und dann ohne Angabe von Gründen aufgab.

Ein Update der 50-Prozent-Hochrechnung durch die Autoren wird es nicht geben: Der Österreicher Oberfeld ist inzwischen in Rente und der Schwede Hallberg ist verstorben.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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