Richtig falsche Zahlen - Krebs in München (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 11.06.2009, 19:09 (vor 3875 Tagen) @ Alexander Lerchl

Sie haben die absoluten Anzahl genommen, nicht die Inzidenz pro 100,000 Einwohner. Daher auch der scheinbar so hohe Wert für München.

Ich wollte doch nur mal schauen, ob ich damit durchkomme ;-).

Danke für die Korrektur! Die berichtigte Grafik zeigt mMn sehr deutlich, dass 1000 Sendemasten in einer Stadt wie München offenkundig nicht imstande sind, Spuren in der Krebsinzidenz zu hinterlassen. Den Einwand, Krebs brauche länger als ein paar Jahre, um erkennbar zu werden, haben sich Sendemastengegner wie Dr. Eger mit der 5-Jahres-Marke (Beispiel: Krebshäufung in Hennen) selber kaputt gemacht.

Da frage ich mich ratlos, wieso landauf landab Gemeinden teure Standortkonzepte von externen Gutachtern erstellen lassen, wo doch augenscheinlich selbst eine extreme Ballung von Sendemasten auf kleinem Raum spurlos an den Krebsregistern vorüber geht. Da wird Geld verblasen für unnötige Vorsorge, Geld, das sich sicher nutzbringender investieren ließe.

Auch in München begann das Zeitalter des zellularen Mobilfunks 1992 (Vollbetrieb). Bis 2006 sind das immerhin 14 Jahre, also fast das 3-fache der Spanne, die von Sendemastengegnern als Latenzzeit behauptet wird, und dennoch wollen sich die inzwischen rund 1000 Sendemasten (eigentlich sind dies Standorte, also tatsächlich noch merklich mehr Sendemasten) nicht bemerkbar machen. Ich finde das sehr beruhigend und staune über die Verbissenheit, mit der manche Sendemastengegner ihre Krebs-nimmt-mit-Mobilfunk-sprunghaft-zu-These verteidigen.

Da die 1000 Münchener Masten ja nicht nur herumstehen, sondern auch von Handy-Nutzern für Telefonate verwendet werden, weist die Grafik mMn sogar bis zu einem gewissen Grad pauschal nach, dass auch der Handygebrauch keine krebsfördernde Wirkung hat. Denn auch dieser Krebs hätte sich in der Grafik zeigen müssen, tut er aber nicht. Wobei München mit 1000 Masten vielleicht auch ein gutes Pflaster für Handynutzer ist, weil da immer ein Mast in der Nähe ist und die Handys häufig mit geringerer Leistung (aber nicht immer) als auf dem flachen Land arbeiten können.

Kurz: Die neue Grafik ist für mich ein Aha-Erlebnis, ein ebenso wichtiges Argument im Streit mit Sendemastengegnern wie die technische Begründung meiner Signatur "Nicht die Masten sind das Problem ...". Die Grafik verdient es, z.B. mit einem Beitrag auf unserer Hauptseite, mehr Beachtung zu bekommen, besonders von Gemeinderäten, die gerade ein teures Standortkonzept absegnen sollen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Hennen, Krebshäufung, Steuerverschwendung, Standortgutachten, Opium


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