So gingen andere mit Forschungsbetrug um (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 20.10.2013, 11:57 (vor 3872 Tagen) @ H. Lamarr

Wie gehen eigentlich andere damit um, wenn der Verdacht aufkommt, dass Forschungsbetrug begangen wurde? Dazu nachfolgend der Auszug aus einem Kommentar, der 1998 im Ärzteblatt anlässlich eines spektakulären Falls von Forschungsbetrug an einem Max-Planck-Institut erschienen ist (Datenmanipulation gestanden, PDF):

[...] Walden versichert, von den Manipulationen nichts gewußt zu haben, übernehme als Gruppenleiter jedoch die Verantwortung für die Qualität der Arbeiten. Derzeit wiederholt das Kölner Institut die unter Verdacht stehenden Experimente. In mindestens sechs Fällen seien bereits Widersprüche gefunden worden. Die Vorgeschichte dieses Falls zwingt die von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) eingesetzte Untersuchungskommission auch dazu, die Rolle des MPI-Direktors Jozef Schell zu überprüfen. Offenbar war Schell mehrfach von Institutsmitgliedern auf Zweifel an den Ergebnissen der Arbeit der Laborantin hingewiesen worden, ohne je doch eine Überprüfung für nötig zu halten. Schell ist bei einigen der umstrittenen Veröffentlichungen Mitautor. Im Zentrum der Affäre steht das Enzym „Adenylyl-Cyclase" [...]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Laborantin, Datenmanipulation


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