Adlkofer, 2004 - Anhörung im Bayr. Landtag (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 13.04.2011, 01:00 (vor 3161 Tagen) @ H. Lamarr

Anlässlich einer Anhörung der "Grünen" im Bayerischen Landtag am 2. April 2004 sagte Prof. Franz Adlkofer nach seinem Vortrag über die HF-Ergebnisse von "Reflex" auf eine Frage aus dem Publikum:

"Was die Reproduzierbarkeit der REFLEX-Ergebnisse angeht, ist diese in zwei Laboratorien außerhalb des REFLEX-Konsortiums bereits erfolgt. Deshalb und aufgrund der großen Anzahl an Experimenten in Wien, Berlin und Hannover, die in ihrer Hauptaussage völlig übereinstimmten, bin ich mir meiner Sache sicher, wenn ich behaupte, dass unsere Forschungsergebnisse jeder Kritik standhalten werden. Trotzdem wird es noch eine gewisse Zeit dauern, bis die Erkenntnisse aus dem REFLEX-Projekt allgemein anerkannt werden. Es steht sogar zu befürchten, dass nicht alle Laboratorien, die sich der Sache annehmen werden, was immer die Gründe dafür sein mögen, die REFLEX-Daten auf Anhieb bestätigen werden.

So ist das eben in der Wissenschaft!"

Quelle: http://www.elektrosmognews.de/news/20040404_mobilfunk_doku.pdf

Kommentar: Prof. Adlkofer hat da den richtigen "Riecher" gehabt, wenn er schon Anfang 2004 ahnte, dass seine "Reflex"-Studie es beim Replizieren nicht leicht haben werde. Er ahnte dies, lange bevor Vijayalaxmi 2006 als erste Kritik an der 2005 publizierten "Reflex"-Studie (aus Wien) anmeldete.

Fast noch verblüffender ist der Umstand, dass Prof. Adlkofer bereits im April 2004 den Eindruck erweckt, "Reflex" sei von zwei unabhängigen Laboratorien repliziert worden, wenn er sagt: "Was die Reproduzierbarkeit der REFLEX-Ergebnisse angeht, ist diese in zwei Laboratorien außerhalb des REFLEX-Konsortiums bereits erfolgt."

Gemäß Prof. Adlkofer dauerte das "Reflex"-Projekt vom 1. Februar 2000 bis zum 31. August 2003. Der 292 Seiten umfassende Schlussbericht wurde im November 2004 von Verum veröffentlicht, 2005 folgte die wissenschaftliche Publikation der Wiener-Teilstudie. Angesichts dieser Terminlage ist es frappierend, dass Prof. Adlkofer bereits im April 2004 den Eindruck einer erfolgreichen 2-fachen Replikation vermelden konnte. Fragwürdig ist, ob überhaupt repliziert wurde, was genau (NF oder HF) und wie überhaupt ohne fertiggestellten "Reflex"-Abschlussbericht mit einer fachkundigen Replikation begonnen werden konnte. Da die Äußerung von Prof. Adlkofer im Kontext seines Vortrags (HF-Teil von Reflex) zu sehen ist, müsste sie sich auf eine Replikation der Wiener Studie beziehen, denn nur diese ist (später 2005) auch wissenschaftlich publiziert und damit wissenschaftlich existent geworden.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Vijayalaxmi, Landtag, Anhörung, Adlkofer, Replikation, Arbeitsgruppe Wien, Reproduzierbarkeit, HF-Exposition, Konsortium


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