D:F Webinar Nr. 6 Wie argumentiert das BFS und die ICNIRP? (Allgemein)

KlaKla, Sonntag, 27.06.2021, 10:40 (vor 81 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 27.06.2021, 11:01

Webinar Nr. 6 Wie argumentieren das Bundesamt für Strahlenschutz und die ICNIRP?

Diagnose:Funk will die Außenwirkung von Bürgerinitiativen verbessern, damit ihre Argumentation ins Bewusstsein von Entscheidungsträgern Zugang findet. Durch ständiges Wiederholen, alten Parolen und Forderungen soll Angst und Mobilfunk zusammen stehen wie das Handy mit der Basisstation. Peter Hensinger will eine hartnäckige Gegenöffentlichkeit schaffen. Er glaubt, dass man sich wappnen muss für einen wissenschaftlichen Streit auf politischer Ebene. Er argumentiert mit längst überholten Betrachtungen und ignoriert, dass Wissenschaft kein starres Konstrukt darstellt. Dieser Mangel erklärt sich, Peter Hensinger ist gelernter Drucker im Ruhestand. Gescheitert mit ihren Forderungen sind der 1. Vorsitzende Jörn Gutbier (Baubiologe) und bekennende EHS Hans Schmidt (Rentner) aus Wolfratshausen.

Peter Hensinger ist überzeugt, dass die Mobilfunkindustrie sich viel Mühe gibt, gegen wissenschaftliche Arbeiten vorzugehen um Zweifel zu sähen. Eine bewährte Strategie der Tabakindustrie. Das nun ausgerechnet organisierte Mobilfunkgegner der sogenannten Kompetenzinitiative und des Anti-Mobilfunk-Vereins Diagnose-Funk eng mit dem ehemaligen Tabaklobbyisten Prof. Franz Adlkofer zusammen arbeiten und zu dieser Schlussfolgerung kommen ist mMn ein zu erwartender rhetorischer Trick (Eristische Dialektik).

Wenn nun schon die Argumente der Frontleute nicht so recht ziehen, die dargebotene Alternative (VLC) keine Alternative ist und es an Fachkompetenz mangelt, greift D:F nun auf Weiterbildung von Bürgerinitiativen zurück. Mit der Kunst der Rhetorik sollen diese D:F die Tür öffnen. Bürgerinitiativen sollen mit dem Material von D:F und deren Forderung bei ihrem Gegenüber (Bürgermeister) eine vermeidlich positive Veränderung hin zu den Überlegungen der Baubiologie erzielen. Dabei reicht es schon, wenn der Gegenüber D:F als "seriösen" Vertreter der Bürgerschaft war nimmt statt die Organisation zu ignorieren oder zu belächeln. D:F Vorstände wollen mit den Bürgermeister in den Dialog gehe, sie wollen die Bühne betreten, teils um ihren Geltungsdrang nachzukommen, die Baubiologie zu beflügeln und/oder das Referenten-Honorar einzufahren.

Laien sollen lernen, ihren Gegenüber richtig einzuschätzen. So versucht D:F seinen Webinar-Teilnehmern die horizontal und vertikal Kommunikationsstruktur zu vermitteln. Der Referent bezieht sein Wissen aus zwei Büchern der Rhetorik/schwarze Rhetorik*. Er ist der Überzeugung, er und Peter H. gehören zu den horizontal Kommunizierern. Und diese werden von den vertikal Kommunizierern nicht verstanden. Vertikal Kommunizierer betrachten einen Patt als Erfolg, was horizontal Kommunizierer so nicht sehen können. Okay, aber was bringt diese Erkenntnis Laien weiter bei der Bekämpfung gegen Sendemasten oder für EHS-Schutzzonen?

Als aktueller Hype wird oxidativer Stress die Studie von Schürmann/Mevissen in den Ring geworfen. Hochfrequente Felder können unterhalb des Grenzwertes oxidativen Stress auslösen. Klar stellt Scheler (Rentner, kein Mediziner, kein Wissenschaftler), dass man nicht sagen kann oxidativer Stress verursacht Gesundheitsschäden. Vielmehr will er verständlich machen, dass oxidativer Stress als Stressor anerkannt wird und Funkstrahlung ein Auslöser von vielen ist und man daher das Vorsorgeprinzip verlangt. Denn mit der Anwendbarkeit des Vorsorgeprinzips ließe sich ein potenzielles Risiko reduzieren und Nutznießern wird dadurch der Weg ihrer Geschäftsmodelle geebnet.

Eine WB-Teilnehmerin will von D:F wissen, warum Schulen sich nicht an den Empfehlungen des Bundesamt für Strahlenschutz halten bzgl. WLAN an Schulen.

Peter Hensinger behauptet, das ist die Doppeltaktik. Wir und viele Bürgerinitiativen sagen richtigerweise den Rektoren und Lehrern, dass Bundesamt für Strahlenschutz rät zur Verkabelung. Darauf ziehen diese die Information des BFS heran, dass es keine Bedenken gegen WLAN gibt.

Um wissenschaftlichen Unsicherheiten in der Risikobewertung Rechnung zu tragen, gibt es Vorsorgeempfehlungen. Daraus folgert Hensinger, die geben eine Empfehlung heraus und vertuschen das Risiko. Das ist ausgemachter Blödsinn von Laien, die eben mangels Fachkompetenz oder Interessenkonflikt nicht verstehen/erklären wollen, wie Wissenschaft und Risikobewertung zusammenspielt. Es lebt z.B. von neuen Erkenntnissen und Weiterentwicklungen etc. Hensinger und Co haben kein Interesse an einer fachlichen Klarstellung, weil es ihre Strategie „Zweifel sähen“ zu wider läuft.

* Was ist schwarze Rhetorik
Unter einer schwarzen Rhetorik versteht man rhetorische Techniken, die bei anderen Menschen zu einer Glaubensveränderung oder Verhaltensänderung führen sollen, ohne dass diese es merken. Erreicht werden diese Glaubens- und Verhaltensänderungen durch rhetorische Tricks, Scheinargumente und kognitive Verzerrungen.

Kommentar: Das Ganze wirkt auf mich wie eine Selbstdarstellung der Diagnose:Funk Akteure. Seht her, was wir alles drauf haben und wir lassen euch an unserem Wissen teilhaben. Wir sind eure Bürgervertretung bei Wissenschaft und Politik. Wir sind die Macher und ihr die Gehilfen, die uns als Türöffner dient. Die Flut von Petitionen ist erfolglos, da will D:F eine Veränderung erwirken. Sie sollen das Petitionen begleitet werden von Aktionen vor Ort, inkl. Pressearbeit. Das hilft der Bekanntmachung von D:F aber keiner Bürgerinitiative in ihrem tun, einen Sendemast zu verhindern oder zu verschieben. Diese dienen wie immer nur als kostengünstige Hilfskräfte von Diagnose:Funk.

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Tags:
Rhetorik, Selbstdarstellung, Eigenwerbung, Gehilfe, Nachhilfe, Eristische Dialektik, Webinar, Schürmann, Mevissen


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