Erfolgsstory aus der Echokammer ab jetzt auf dem Prüfstand (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 07.11.2021, 18:48 (vor 278 Tagen) @ KlaKla

Der Ruheständler Lothar Löchter aus Ruhpolding hat angeblich 23 neue BI’s im Raum Chiemgau akquiriert mit Hilfe von Dr. Klaus Buchner (Ko-Ini) und dem Flyern von D:F. Seine BI umfasst angeblich 102 Mitglieder wobei nicht alle aktiv sind (also die wenigsten) sie unterstützen Löchter finanziell und ideell mit ihren Namen.

Ach ja, der Lothar ...

Mit dem habe ich schon bei der 5G-Dialogplattform Bekanntschaft gemacht. Er ist sehr von seinem Tun überzeugt. Wie alle, die in den Zulauf des Durchlauferhitzers "Mobilfunkdebatte" geraten sind und sich dem Heizelement nähern. In zwei oder drei Jahren, wenn er durch ist, wird sich das wohl wieder legen, es sei denn, er findet Gefallen an der Zuwendung, die ihm als virulenter Unruheherd zuteil wird.

Der Chiemgau ist traditionell ein EMF-Widerstandsnest. Seine Blüte hatte er vor rd. zehn Jahren mit den Protesten gegen den Tetra-Behördenfunk. Selbsternannte Experten schossen dort seinerzeit wie Pilze aus dem Boden, das Tetra-Funknetz wurde dennoch errichtet. Die Champignons, nicht zu verwechseln mit Champions, zogen die Köpfe wieder ein und heute kräht wegen Tetra im Chiemgau oder sonstwo kein Hahn mehr. Seit GSM ist dieses Spielchen mit Aufkommen jedes neuen Mobilfunkstandards zu beobachten, so wie einige Vulkane regelmäßig ausbrechen: Der Weg ist das Ziel, ein paar materiell oder immateriell interessierte Einpeitscher scheuchen eine Schar besorgter Stopfgänse auf, der inszenierte Protest glimmt erst, lodert dann hell und wenn er nach ein paar Jahren leise erlischt, warten die Treiber geduldig auf den nächsten Standard und das Spiel beginnt mit besorgten Stopfgänsen der nächsten Generation von vorne. 5G ist nicht nur die fünfte Generation des zellularen Digitalfunks, es ist auch die fünfte Generation von Stopfgänsen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass in Rosenheim, Hauptstadt des Chiemgau, zwei kommerziell an einer ewigen Mobilfunkdebatte interessierte Akteure ihren Sitz haben: Die Firma Memon und die Baubiologengebährmaschine IBN (die früher im benachbarten Neubeuern gebahr). Beiden ist mMn zuzutrauen, dass sie den Rabatz gegen 5G in ihrer Heimatregion diskret befeuern. Es wäre nicht das erste Mal, dass das IBN einen inszenierten Bürgerprotest entfacht und Memon hat mit seinem Kontakt zu Klaus Scheidsteger sogar einen selbstgefälligen Anti-Mobilfunk-Filmemacher zur Hand.

[image]Wie dem auch sei, um den Erfolg oder den "Erfolg" von Lothar Löchter später einmal objektiv dokumentieren zu können, habe ich den Iststand der Mobilfunkstandorte im Chiemgau heute, 7. November 2021, in einem Bild eingefroren. In zwei oder drei Jahren können wir den dann aktuellen Stand erfassen und Bilanz ziehen, ob die Anzahl der Standorte schrumpfte (Erfolg), gleich blieb oder zugenommen hat ("Erfolg"). Für das Bild habe ich mehrere Screenshots von der EMF-Karte der BNetzA zu einer Übersicht zusammengefügt. Dieser Umweg war notwendig, weil die EMF-Karte die Standorte von Mobilfunksendern nur in den höheren Zoomstufen anzeigt, nicht aber bei der Übersichtsdarstellung mit schwächeren Zoomstufen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Durchlauferhitzer, Inszenierung, IBN, Memon, Scheidsteger, Rosenheim, materieller/immaterieller Profit, Alpenvorland


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