Wie kläglich! (Allgemein)

RDW, Donnerstag, 27.12.2007, 09:02 (vor 4410 Tagen) @ Doris

Dr. Scheingraber nimmt Stellung zu der Kritik an seinem Beitrag.

Mit diesem Beitrag stellt Dr. Scheingraber eindrucksvoll seinen eigenen Irrtum und sein Scheitern unter Beweis, diesen zurechtzurücken. Ein sehr unqualifiziertes Auftreten.

Im Originalartikel steht:
"Die Wissenschaftler um Brecht reizten nun einzelne Neurone, die am Tastsinn der Ratte beteiligt sind, mit winzigen Strömen im Bereich einiger Nanoampere, die jeweils circa 15 neuronale Impulse hervorriefen."

Dies kommentierte er mit:
"Wenn Sie diesen Berichtlesen, werden Sie die revolutionäre Aussage gar nicht entdecken, nämlich, dass nur wenige n/A notwenig sind um ein Neuron zu aktivieren."
und:
"Die Feldbelastungen im niederfrequenten elektrischen Wechselfeld betragen unter feldarmen Bedingungen 10-40 nA/m². Wenn jetzt Arthur Houweling und Michael Brecht herausgefunden haben, dass nur wenige nA in der Lage sind ein Neuron zu aktivieren, dann ist damit der Beweis erbracht, dass niederfrequente elektrische Wechselfelder einen erhebliche Einfluss auf das neuronale Geschehen haben!"

Nachfolgend nun seine Stellungnahme zu meiner Kritik. Man sieht, dass der Bezug zum Originalartikel mit seinen "revolutionären" Aussagen nun völlig fehlt.
Für wie dumm muss er seine Leser halten, um ihnen diese "Nachreichung" als Ergänzung seines ersten Kommentars unterzuschieben zu versuchen! Das ist doch ein Schwindel erster Güte, mit Verlaub gesagt.

Warum kann er nicht einfach schreiben: "Entschuldigung, ich habe mich mit den Einheiten vertan."
Das wäre ebenso angemessen wie ehrlich gewesen und hätte seine Glaubwürdigkeit wieder etwas verbessert. Doch so....

RDW


Wie viele Neurone braucht eine Empfindung?

Ergänzende Stellungnahme:

Meine Information zum Thema " Wie viele Neurone Braucht eine Empfindung?" vom 20.12.07 ging nur an Ärzte und das hese-project. Ich ging davon aus das Dank Abitur auch Ärzten und anderen Fachleuten der Unterschied zwischen Stromstärke und Stromdichte bekannt ist. Nach der Kritik habe ich gesehen, dass dieses Wissen nicht mehr Allgemeingut ist und deshalb wird die folgende ergänzende Stellungnahme in jetzt nachgereicht.

Die tägliche elektrobiologische Messpraxis zeigt, dass sogar noch viel geringere Ströme, als in dem Experiment von Arthur Houweling und Michael Brecht gefunden, in der Lage sind Neuronen zu aktivieren. Wenn Sie bedenken, dass bei belasteten Menschen Stromdichten in elektrischen Wechselfeldern gemessen werden, die in der Regel zwischen 0,1 und 2 µA/m² betragen, dann kann man leicht ausrechnen, wie wenig Strom für die Aktivierung eines einzelnen Neurons notwendig ist, um es zu einer Aktion zu veranlassen.

In verschiedenen Foren ist das Fehlen dieser Berechnung bemängelt worden, deshalb möchte ich diese Überlegungen nun nachholen.

Ein durchschnittliches Neuron (Somaanteil) hat eine Oberfläche von ca. 0,25mm². Die Stromdichte bei elektrischen Wechselfeldern liegt zwischen 0,1 und 2 µA/m². Wenn man davon ausgeht, dass rechnerisch auf einen Quadratmeter ca. 4.000.000 Neurone passen, dann wird das einzelne Neuron bei einer durchschnittlichen Stromdichte von 1 µA/m² mit 0,25 Pikoampere gereizt (0,25 x 10^(-12)).

Rechnung: (1 x 10-6 A/m2) / (4 x 106 Neuronen/m2) = 0,25 x 10-12 A / Neuron

Wenn man davon ausgeht, dass elektrosensible Menschen bei Stromdichten von wenigen nA/m² Beschwerden entwickeln, dann treffen auf das einzelne Neuron sogar nur noch Femtoampere (10^(-15)).

Sie sehen, in Wirklichkeit genügen unvorstellbare kleine Ströme um Nervenzellen zu aktivieren.

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen die physiologische Problematik der Stromdichte und Stromstärke im Körper ein wenig verständlicher gemacht zu haben.

Gez.

Claus Scheingraber

Tags:
Blendwerk, Scheingraber, Femto, Nervenzellen


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