Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) beabsichtigt freie Restfrequenzen für den GSM-Standard an die drei heute in der Schweiz landesweit tätigen Mobilfunkbetreiber zu vergeben. Sie will damit, wie es in der Medienmitteilung heißt, insbesondere die flächendeckende Versorgung der Schweiz mit breitbandigen mobilen Datenfunkdiensten erleichtern, ohne dass hierfür in weniger dicht besiedelten Gebieten eine neue Infrastruktur aufgebaut werden muss. Hinter der dürren Meldung versteckt sich die gute Nachricht, dass UMTS in der Schweiz außerhalb von Ballungszentren wohl lange auf sich warten lassen wird. Die Randgebiete lassen sich nämlich auch über die GSM-Restfrequenzen mit UMTS-Breitbanddiensten versorgen (z. B. Videotelefonie, Mobile Office, Multimediadienste). Die dabei zum Einsatz kommende Weiterentwicklung von GSM heißt EDGE (Enhanced Data rate for GSM Evolution); EDGE bietet mit 384 kBit/s eine Datenrate, wie sie auch UMTS unter schwierigeren Empfangsbedingungen nicht übertrifft. Im Klartext: Randgebiete lassen sich übers bestehende GSM-Netz mit UMTS-typischen Diensten versorgen, ohne dass in solchen Regionen zusätzlich ein UMTS-Sendernetz errichtet werden muss (17.11.04-ll).
