Hat der Gebrauch von Handys negative Auswirkungen aufs Gehör? Zur Klärung dieser Frage fördert die EU-Kommission mit rd. 850 000 Euro das Forschungsprojekt Guard, das seit 1.1.2002 von einem internationalen Forschungskonsortium mit Wissenschaftlern aus Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen, Russland und Großbritannien durchgeführt wird. Das Konsortium betont, dass die mit dem Gebrauch von Mobiltelefonen verbundene biologische Risiken als absolut vorrangige Gesundheitsfrage betrachtet werden müssen. Guard soll deshalb Erkenntnisse liefern, die politische Entscheidungsträger, Unternehmen und Bürger benötigen, um informierte Entscheidungen hinsichtlich des Gebrauchs von Mobiltelefonen zu treffen. Der erste Projektabschnitt mit Tierversuchen ist bereits erledigt, diesbezügliche Teilresultate werden für Dezember 2003 erwartet. Dann folgen Versuche an Freiwilligen, deren Hörfähigkeit nach 10-minütiger Einwirkung von Mobilfunkstrahlung (D-Netz und E-Netz) untersucht werden soll. Außerdem wollen die Wissenschaftler die Hörschwellen von Personen vergleichen, die oft oder eher selten mit Handys telefonieren. Die Ohrenkrankheit Tinnitus wird immer wieder im Zusammenhang mit Mobilfunkstrahlung genannt (10.10.03-ll).
