Bis zu 32 mW/m² unterhalb eines Standorts (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 27.03.2008, 01:02 (vor 4189 Tagen) @ H. Lamarr

4 mW/m² - da sagt mir eine innere Stimme: Vorsicht! Das war nicht rein zufällig ein freistehender Mast? Ich werde mir die Mühe machen, in den von Ihnen genannten PDFs nach diesen 4 mW/m² zu suchen. Es würde mich tatsächlich wundern, wenn dieser hohe Wert in einer Wohnung senkrecht unterhalb eines Dachstandorts gemessen wurde. Aber man lernt ja nie aus, wir werden sehen ...

Tja, charles, tut mir leid, aber Sie haben sich geirrt. Bornkessel hat unter Sendemasten nicht bis zu 4 mW/m² gemessen - sondern bis zu 32 mW/m². Diesen exorbitant hohen Wert habe ich allerdings nicht in den von Ihnen angezogenen PDFs gefunden, sondern im Abschlussbericht der Messreihe in NRW (PDF müsste beim BfS zum Download stehen). Gemessen wurde dieser Wert bei einem Gebäude in der Hochstraße, Krefeld. Solche Werte sind die Ausnahme, nicht die Regel, die Werte können je nach Situation um drei Zehnerpotenzen schwanken. Eine Garantie, dass es direkt unterhalb eines Standorts wegen des Leuchtturmeffekts immer nur schwache Felder gibt, gibt es nicht!

Und hier die Top 5 nach Bornkessel in NRW (direkt unterhalb von Standorten gemessen):

32 mW/m² in Krefeld
20 mW/m² in Düsseldorf
13 mW/m² in Münster
12 mW/m² in Aachen
10 mW/m² in Aachen

Warum genau unterhalb von einigen Senderstandorten derart hohe Werte gemessen wurden, sollte, so Bornkessel seinerzeit (2002), separat untersucht werden. Mögliche Einflussfaktoren sind:

- Abstrahlcharakteristik der Sendeantennen
- Antennenkonstruktion
- Reflexionen an umliegenden Gebäuden
- Beugung am Dachrand
- Einkopplung in metallische Dachteile

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Leuchtturmeffekt, Bornkessel, Elektrosmogmessung


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