An charles: in stillem Gedenken (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 26.03.2008, 20:12 (vor 4195 Tagen) @ charles

Nein Spatenpauli,

hier reden Sie polemisch wie die Stammposter im RDW Forum.

Finden Sie? So arg habe ich den Gitarrensepp doch gar nicht bekämpft.

Erstens: Es ist ebenso, das wenn *ES* weg vom Störungsquellen sind, die Beschwerden auch verschwinden. Und wenn sie wieder an Störungsquellen (und das kann auch an andere neue Stellen sein) ausgesetzt sind, sie wieder Beschwerden bekommen.

Klingt plausibel.

Vorgestern hatte ich eine baubiologische Hausuntersuchung, wobei der Kunde eine Wohnung kaufen möchte. Obwohl es fast keine Sendemasten Strahlung gab, fühlte die Frau sich unwohl in das ihr unbekannte Haus. Sie hatte alle Sicherungen ausprobiert und einer gefunden, der bei Ausschaltung ihr beschwerdenfrei machte. Diese Sicherung steuerte den Heizungsthermostat, also sie dachte das der Thermostat eine Störungsquelle war. Ein anwesendes DECT Gerät war schon ausgeschaltet.

Was sie aber nicht wusste, war das diese Sicherung zugleich eine DECT Telefonzentrale auf den Dachboden steuerte. Also, die Störungsquelle war ein nicht bekannter DECT!

Also Spatenpauli, Sie sollten aufhören mit diese Spielerei von Ängste und Einbildung zu kommen, und Leute die etwas erfahren in die Psychoecke schicken zu wollen.

Jetzt mal langsam, charles, es könnte leicht auch ganz anders gelaufen sein. Sie haben ja sicher schon von unserer deutschen Parade-ES gehört: Frau Sohmer macht keinen Hehl daraus, dass Sie stets einen E-Smog-Melder mit sich führt. Auch die beiden ES, die ich persönlich kenne, sind mit solchen Dingern unterwegs. So, und mit dieser Ausrüstung ist es überhaupt kein Problem, so lange an den Sicherungen zu drehen, bis der Melder das DECT-Signal verloren hat. Mit ein bisschen Geschick sollte so etwas auch so unauffällig machbar sein, dass der Baubiologe neben mir im schummrigen Keller nichts davon bemerkt.

Zweitens: Wieso wollen Sie wissen das hier tatsächlich Wärmeschutzverglasung verwendet wurde. Es kommt viel vor, das Isolierverglasung ohne jegliche Wärmeschutz da ist. Also *wie heute üblich*, ist *nicht überall üblich*.

Wie Sie schon sagen, wissen tue ich dies nicht. Ebenso wie Sie es nicht wissen können. Für Sie spricht, dass ich soeben in einem Messbericht des LfU mit Personendosimetern (Oberammergau) gelesen habe, dass in Häusern die Belastung auf etwa 50 % bis 30 % der Belastung im Freien zurückgeht - also nicht auf 1 %.

Ob Josef Schmitt tatsächlich 7 mW/m² gemessen hat, kann nur festgestellt werden wenn jemand auch vor Ort und Stelle eine zweite Messung vornimmt. Es gibt den Anschein ziemlich hoch zu sein, aber ohne selbst gemessen zu haben darf niemand das kritizieren, mein ich doch. *Spitzenwert* Messungen geben ggf. immer höhere Werte an als RMS Messungen.

Nein, so funktioniert es mit Sicherheit nicht, weil inzwischen ja der Strahlenschutzzaun zwischen Haus und Sender steht.

Drittens: Wahrscheinlich haben Sie noch nie von diese *Rinderstudie* in Bayern gehört. Wobei verschiedene Wissenschaftler, die an diese Studie mitgeholfen haben, nachher erwähnt haben das es in die Rapportage sämtliche Seiten ihrer Berichte fehlen!

Ich habe nie gehört, dass beteiligte Wissenschaftler darüber geklagt haben, dass alle Ihre Erkenntnisse im Abschlussbericht gefehlt haben. Sie sollten der Bürgerwelle nicht jeden Schmarrn glauben.

Und es gibt unterhalb von Sendemasten auch erhebliche Strahlung. Lesen Sie der Bericht von Bornkessel:
http://www.milieuziektes.nl/Rapporten/bericht_messv_final.pdf
http://www.milieuziektes.nl/Rapporten/Abstract-IMST-Bornkessel.doc
http://www.milieuziektes.nl/Rapporten/Presentation-Bornkessel.pdf
und http://www.milieuziektes.nl/Rapporten/MOBILF-1.pdf
Er hat unterhalb von ein Sendemast 4 mW/m² gemessen.

4 mW/m² - da sagt mir eine innere Stimme: Vorsicht! Das war nicht rein zufällig ein freistehender Mast? Ich werde mir die Mühe machen, in den von Ihnen genannten PDFs nach diesen 4 mW/m² zu suchen. Es würde mich tatsächlich wundern, wenn dieser hohe Wert in einer Wohnung senkrecht unterhalb eines Dachstandorts gemessen wurde. Aber man lernt ja nie aus, wir werden sehen ...

Although all measurement places were in direct vicinity of the base stations the results show, that all measured fields are well below the ICNIRP limits. The Swiss "Installation Limit Value (ILT)" was exceeded at only one place, although a few sites reached the ILT nearly. As an interesting point it was discovered, that the radiation directly below the base station antenna is not always extremely low, but may reach values in the ILT region as well. This seems to be contradictory to the so called "umbrella effect".

Okay, diese Passage kenne ich auf deutsch sehr gut: Auf dem "not always extremely low" wird von diversen Angstmachern auch nach Kräften herumgeritten. Besonders gerne wird dann "nicht immer extrem niedrig" schnell mal uminterpretiert in "verdammt viel".

Und ich nehme an, dass Sie auch nicht wissen ob das Dach der Scheune aus Metall ist oder nicht. Das macht auch ein Unterschied. (Viele Menschen haben bei Ikea und Metro Probleme, weil die auch ein Metalldach haben.)

Nein, weiß ich nicht. Aber mal ehrlich: Ich habe noch nie eine Scheune mit Metalldach gesehen. Und: Normalerweise werden Kälber in Ställen gehalten, nicht in Scheunen, dort wird eher Heu gelagert oder Gerätschaft.

Und viertens: Wie oft habe ich nicht geschrieben, dass nicht jeder Mensch gleich einen Anderen ist?
Nicht jeder ist oder wird *ES*.
Das hängt vom Immunsystem ab.
Also ist es volkommen normal, dass wenn einer in eine Familie *ES* ist, die andere Mitglieder das (noch) nicht sind.

Schön und gut, aber was hat das damit zu tun, dass der Gitarrensepp mMn unbeabsichtigt einem Selbstbetrug aufgesessen ist? Ihre Ausführungen haben mich von dieser Einschätzung nicht abgebracht.

Spatenpauli, Sie sollten sich Ihre Sünden mal während diese Ostertagen überlegen, und in Zukunft etwas mehr Objektivität betrachten, wie schwer das für Sie auch sein mag.

Das gefällt mir. Der Übervater der Subjektivität spricht von Objektivität! Dann haben Sie von der deutschen Wehrmacht ja doch was gelernt, charles: Blitzangriff ist die beste Verteidigung ;-).

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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