Kompetenzgefälle Wutbürger - Wissenschaftler (Allgemein)

KlaKla, Mittwoch, 09.10.2019, 08:09 (vor 9 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 09.10.2019, 09:34

Sie legte sich öffentlich mit niemand geringerem an, als mit Prof. Dr. Achim Enders von der TU Braunschweig.

Prof. Dr. Achim Enders, Leiter des Instituts für Elektromagnetische Verträglichkeit, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

„Ich persönlich gehe davon aus, dass sich an der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder der neuen 5G-Technik nicht viel im Vergleich zum jetzigen Stand ändern wird. Durch eine Neuanordnung und höhere Dichten von ‚Small-cell-Transmittern‘ und schnell schaltbaren Antennen (sogenannte mimo-Technik) wird es aber zu Verschiebungen, das heißt geänderten Expositionen kommen – wo jetzt viel ist, ist dann weniger und umgekehrt. Die konkrete Exposition wird auch schwieriger zu ermitteln sein, das heißt es wird schwieriger, Situationen mit maximalen Momentanwerten zu erfassen.“

„Von einer neuartigen Gefährdungslage aber kann überhaupt keine Rede sein. Es ist hinsichtlich einer Überschreitung der ICNIRP- (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection; Anm. d. Red.) beziehungsweise von Verordnungsgrenzwerten, wie zum Beispiel in der 26. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung, Anm. d. Red.) formuliert, keinerlei spezielle ‚5G-Angst‘ im Vergleich zu den schon etablierten Techniken GSM, UMTS und LTE angebracht.“

„Was generell als einziger konkreter Gesichtspunkt vorgebracht werden kann, ist die geringe Anzahl biologischer Studien in den fraglichen neuen Frequenzbändern, also grob im Bereich ab einigen GHz bis einige hundert GHz – hier beruhen die heutigen Grenzwertbestimmungen teilweise auf Extrapolationen. Diese Extrapolationen sind wissenschaftlich aber sehr gut begründet, einen auch nur annähernd seriösen wissenschaftlichen Hinweis auf weitergehende Effekte, unabhängig ob schädlich oder harmlos, gibt es nicht.“

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Jürgen Leuthold ETH-Zürich: Am Schluss muss man als Wissenschaftler hingehen und die Studien sammeln, die seriös gemacht und reproduzierbar sind. Wenn man sich auf diese Studien beschränkt, sind die Effekte so, dass man sich beruhigt zurücklehnen und sagen kann: Das wird wahrscheinlich keinen Effekt haben.

ETH-Forschung Millimeterwellen für die letzte Meile

Kommentar: Und wo ist die Fachliche Kompetenz zum Thema bei Frau Wolf? Google -> Lobbyverein Diagnose-Funk. Ich stimme ihr zu, es existiert so unglaublich viel Unwissen. Es erstaunt mich immer wieder aufs neue, mit wie wenig Wissen, sich Leute wie Nicole Wolf öffentlich vor diesen Karren spannen lassen.

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[Admin: Text fehlerbereinigt am 9.10.2019, 11:45 Uhr]

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Tags:
Wissenschaft, Selbstüberschätzung, Wutbürger, Gehilfe, Karren, Kompetenzgefälle


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