Spurensuche: Wie kompetent ist Diagnose-Funk? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.03.2016, 17:35 (vor 1269 Tagen) @ KlaKla

behauptet die Laienorganisation Diagnose-Funk (DF).

Ist Diagnose-Funk wirklich eine Laienorganisation? Ich habe Zweifel. Laie hört sich noch ziemlich harmlos an, nach dem Gegenteil von Fachmann, oder wie der Duden sagt: jemand, der auf einem bestimmten Gebiet keine Fachkenntnisse hat. So gesehen ist auch Albert Einstein Laie gewesen, er konnte z.B. keinen Seemannsknoten binden.

Zurück zum Diagnose-Funk-Personal
Bevor er Geschäftsführer von Diagnose-Funk wurde, war Herr Dinger in der Schweiz als "Dipl.-Astrologe" geschäftlich tätig. Auf dem Gebiet der Astrologie ist er demnach kein Laie.

Anderes Beispiel: Peter Hensinger, Diagnose-Funk-Vorstand, leitet den Bereich "Wissenschaft" des Vereins.

Über die Qualifikation von Peter Hensinger kann ich nicht so richtig urteilen, die Beschreibung seines beruflichen Werdegangs ist dazu nicht detailliert genug, womit sich der Mann vor seinem Renteneintritt wirklich beschäftigt hat, weiß nur er. Üblicherweise werden Karrieren verschwommen formuliert, um wenig Ruhmreiches zu versüßen. Eine zeitlang hat Herr Hensiger den akademischen Titel M.A. (Magister Atrium) getragen, bevor er ihn - warum auch immer - wieder abgelegt hat. Üblicherweise macht dies niemand freiwillig.

Was geht uns die berufliche Laufbahn des Peter Hensinger an?
Geht uns die Karriere Hensingers überhaupt etwas an? Ich meine ja. Einen Rechtsanspruch auf Auskunft über seine wahre Karriere haben wir selbstverständlich nicht, doch wenn ein Verein sich anmaßt, ein "Ressort Wissenschaft" zu haben, das nur zu gerne laut und öffentlich trommelt, dann sollte aus meiner Sicht transparent sein, wer da trommelt. Erst wenn diese Transparenz gegeben ist, haben Anhänger und Zielobjekte des Vereins eine Chance objektiv zu entscheiden, ob sie dem Trommler folgen wollen oder nicht. Überspitzt ausgedrückt: Wäre der Trommler ein narbengesichtiger vorbestrafter 88-Jähriger KZ-Aufseher, würden ihm bestimmt andere folgen als wenn er ein liberaler Sunnyboy wäre, der soeben einen Oscar gewonnen hat. Mit dieser nichts beschönigenden Transparenz tut sich Diagnose-Funk jedoch schwer, deshalb kann kein Außenstehender beurteilen, was ausgerechnet Herrn Hensinger qualifiziert, ein "Ressort Wissenschaft" zu leiten.

Wieviel Körnchen "Wissenschaft" stecken in Diagnose-Funk?
Vor einem Jahr noch hätte ich an dieser Stelle mein Posting beenden können. Doch inzwischen hat sich Peter Hensinger Beistand gesucht. Vielleicht auch deshalb, weil er hier im Forum zu häufig Zweifel an seiner Qualifikation lesen musste. Um aus dieser unangenehmen Nummer heraus zu kommen, wabern im Schatten von Diagnose-Funk jetzt angeblich "Wissenschaftler", die im Auftrag des Vereins gegen Honorar Mobilfunkstudien sondieren und besprechen. Was ich davon halte habe ich in diesem Posting deutlich gemacht, das muss ich nicht wiederholen.

Die Frage ist: Welcher seriöse Wissenschaftler lässt sich auf einen Verein wie Diagnose-Funk ein? Ich meine: keiner. Wozu auch, seriösen Wissenschaftlern stehen ganz andere und bessere Möglichkeiten offen, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren, z.B. in hochrangigen Fachzeitschriften, in wissenschaftlichen Kommissionen oder auf wissenschaftlichen Kongressen. Nein, ich bin sicher: Kein Wissenschaftler, der noch eine Karriere vor sich sieht, bandelt mit Diagnose-Funk an. Bleiben emeritierte Wissenschaftler und Pseudowissenschaftler. Hier sehe ich durchaus Anknüpfungspunkte, diese Leute passen zu dem Verein und sie haben nichts zu verlieren.

Geheimniskrämer haben etwas zu verbergen
Und wieder zwingt Intransparenz zur Spekulation, denn Diagnose-Funk legt nicht offen, wer für den Verein die Rolle der "Wissenschaftler" spielt. Damit entzieht sich sein angeblich wissenschaftliche Unterbau jeglicher qualitativer Beurteilung.

Das hese-Projekt startete 2003 mit einem ähnlichen Ansatz: Ungenannte Wissenschaftler sollten dem Projekt die gewünschte wissenschaftliche Note geben. Die Geheimniskrämerei kam dem Projekt teuer zu stehen: Wegen Dubiosität, Unglaubwürdigkeit und einer gehörigen Portion Hochstapelei ist es in der Bedeutungslosigkeit gelandet. Beschleunigt hat diesen Prozess, weil sich nach und nach zeigte: Die Wissenschaftler im Schatten des Projekts waren keine Unbekannten, es waren dieselben Leute, die sich auch sonst mehr als "mobilfunkkritisch" hervortaten als durch unstreitige Qualifikation. Einige der ehemaligen hese-"Wissenschaftler" haben längst bei der sogenannten Kompetenzinitiative angeheuert und von dort ist der Weg zu Diagnose-Funk denkbar kurz. Es ist also davon auszugehen, Diagnose-Funk verheimlicht die Namen seiner Helfer, um zu verschleiern, dass es sich um die altbekannten meist alten Herren handelt.

Schutz gegen Einflussnahme der Industrie
Ich hatte mich einmal beim hese-Projekt erkundigt, wieso die diese alberne Geheimnistuerei um ihre "Wissenschaftler" betreiben. Die Antwort zeigt, die hese-Projekteure waren auf diese Frage gut vorbereitet: Wir halten die Namen unserer Leute geheim, um sie vor dem Zugriff der Industrie zu schützen. Das ist mMn eine geniale Ausrede, weil sich das Gegenteil nicht beweisen lässt und der Edelmut geradezu blendet. Diagnose-Funk wird sich dieser ehrenvollen Ausrede voraussichtlich ebenfalls gerne bedienen, zu gut passt sie zum "Schutzauftrag", den sich der Verein selbst gegeben hat. Da gibt es freilich einen kleinen Haken: Als hese den Schützer gab, existierte noch das IZMF als Feinbild. Diagnose-Funk muss sich etwas Neues ausdenken, denn dem Verein stehen so gut wie keine "Feinde" mehr gegenüber, die wurden nicht besiegt, sondern haben das Thema Mobilfunk wegen Banalität zu den Akten gelegt. Nur ein kleines unbedeutendes Forum in München stichelt noch und sammelt die schönsten Briefmarken, die das "Kinder-Postamt" in Stuttgart geschäftig abstempelt.

Hintergrund
Dr. Mutter: Die Ruten blieben parallel mit leichtem Zittern

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Diagnose-Funk, Kinderpost, Täuschung, Manipulation, Hensinger, Blendwerk, Intransparenz, Ressort, emeritiert, Pseudowissen, Qualifikation, Gruppenleiter, Dinger


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