Smartphones & Tablets schädigen ...: weitere Stellungnahmen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.03.2016, 23:38 (vor 1615 Tagen) @ KlaKla

behauptet die Laienorganisation Diagnose-Funk (DF). Dabei hat Unfruchtbarkeit viele Ursachen. Wem die Meinung eines Druckers, Astrologen oder Baubiologen interessiert, kann sich den aktuellen Brennpunkt dazu von DF antun. Die dazu gereichte "Stellungnahme von Medizinern" ist lediglich eine substanzlose Lobhudelei auf die Arbeit von DF.

Stellungnahme Dr. Richard Miethe

"Ich wage zu behaupten, dass fliegende Scheiben in Deutschland konstruiert, nach meinen Anordnungen fertiggestellt und wahrscheinlich in Serie von den Sowjets nachgebaut wurden", zitierte die Deutsche Presse-Agentur im Juni 1952 aus einem Bericht der Pariser Abendzeitung "France Soir" einen angeblich in Tel Aviv lebenden deutschen V-Waffen-Ingenieur. Das ferngelenkte Flugobjekt sei gegen Kriegsende fabrikationsreif gewesen und mit großem Erfolg über der Ostsee erprobt worden, behauptete der mysteriöse Informant, der sich Dr. Richard Miethe nannte.

Stellungnahme Oberingenieur Georg Klein

Knapp ein Jahr später, im April 1953, druckte die "Welt am Sonntag" ein Interview mit einem angeblichen "Augenzeugen des ersten Starts einer bemannten Flugscheibe", der am 14. Februar 1945 in Prag stattgefunden haben soll. "Diese Versuchsmaschine erreichte im Steigflug eine Höhe von 12.400 Metern innerhalb von drei Minuten und entwickelte im Geradeausflug eine Spitzengeschwindigkeit von 2200 Kilometern in der Stunde. Bei diesem ersten Probeflug wurde also nahezu die doppelte Schallgeschwindigkeit erreicht", behauptete Oberingenieur Georg Klein, der den Lesern des Blattes als "ehemaliger Sonderbeauftragter des Reichsministeriums Speer" vorgestellte wurde.

Quelle: Projekt "Fliegende Untertasse"

Kommentar: Das Problem von Diagnose-Funk und der in Stellung gegangenen Ärzte liegt aus meiner Sicht offen da wie ein Buch: Weder die Vereinsmeier noch die Mediziner können Schrottstudien von sauberer wissenschaftlicher Arbeit unterscheiden und die wenigsten von dieser Truppe wissen, dass ein gefundener Zusammenhang noch lange kein Kausalzusammenhang sein muss. Für mich ist deshalb der "Brennpunkt" von Diagnose-Funk nur ein weiterer Beleg für die Inkompetenz dieses Vereins. Fertilitätsstudien rückt das EMF-Portal mühelos jedem auf Abfrage der Datenbank heraus und den gewünschten Zusammenhang fischt man schnell im kostenlos einsehbaren Abstract ab. Das kann jeder, sogar ich könnte das. Von der Qualität und methodischen Mängeln der Arbeiten haben die Diagnose-Funker jedoch keinen Schimmer, beides können sie nicht beurteilen, denn das kann eben nicht jeder. Dies erklärt die teils gravierenden Abweichungen zwischen den Risikobewertungen von Laien und ausgewiesenen Experten. Experten haben die Kompetenz, Studien mangelhafter Qualität zu erkennen und aus der Bewertung heraus zu nehmen.

Gott sei Dank ist die Bevölkerung keineswegs durchwegs so dämlich, auf das Zeugs herein zu fallen, das Diagnose-Funk reichlich verbreitet. Gegen Pseudoaufklärer gibt es beträchtlichen Widerstand. Die teils saftigen Kommentare bei heise (nicht hese) anlässlich einer Alarmmeldung über eine frische Spermienstudie setzen in dieser Hinsicht ein schönes Ausrufezeichen. Zu der kurzen Meldung vom 20. Februar 2016 gab es innerhalb von fünf Tagen über 200 Kommentare.

Hintergrund
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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Inkompetenz, Kausalzusammenhang, Risikobewertung, Vereinsmeier, Brennpunkt, Zitiert, Zilberlicht, Zivilgesellschaft, Dirnfeld


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