Mit bekannten Erbfehlern beim Laien Ängste schüren (Allgemein)

KlaKla, Mittwoch, 17.12.2014, 10:30 (vor 1708 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 17.12.2014, 10:51

Aus der Einleitung: ... Zu der Frage, ob unter lebensnahen Bedingungen auch für Säugetiere erbgutschädliche Einflüsse vorhanden sind, fehlen bislang aussagekräftige Studien an Nutznieren. Dabei bieten gerade Zuchtbetriebe mit hoher Repoduktionsrate ideale Bedingungen, um äußere erbgutschädliche Einflüsse im realen Leben zu überprüfen, zumal im Rahmen der heute üblichen Besamunsgstechnik die Spermienqualität standardmäßig überprüft wird (Littmann et al. 2006)

Mit bekannten Vererbungsfehler werden hier mMn Laien geschockt. Diese Methode erscheint mir nicht neu beim ödpler Dr. Klaus Buchner. Über viele Jahre versuchte er es mit schockierenden Bilder, Kälber mit verkümmerten Gliedmaßen. Am Ende stellt er noch sein Sammelsurium auf. Der Fall Sturzenegger oder Balmoris Frösche.

Mit Ausnahme von Zuchtebern werden auf dem Hopper-Hof keine Schweine aus anderen Beständen zugekauft. Zur Remontierung (Bestandsergänzung) der eigenen Jungsauen werden die Sauen mit Top-Genetik Sperma von DL-Ebern der Besamungsstation Grub-Landshut besamt. OK, und wie sieht es da mit der Inzucht aus? Im wievieltem Wurf traten vermehrt Anomalien bei der Produktionssau auf? Wie viel Anomalien in einem Wurf? Nach wie viel Würfen mit Anomalien wurde die Produktionssau entsorgt? Kommt der Zuchteber aus dem eigenem Stall? Welche Anomalien sind bekannt bei dem Nachkommen des Ebers?

Hier was zum Nachschlagen bzgl. Anomalien. Am Ende sehen sie bekannte Bilder vom Hopper-Hof. Ein Dialog zwischen Hopper und Voß bzgl. unterschiedlicher These bzgl. auftretender Anomalien wäre mMn interessant. Anomalien bei Saugferkln von Dr. B. Voß mit kleiner Vererbungslehre.

Ich habe den Verdacht, hier wird etwas "ganz Normales" tragisch, hetzerisch und dramatisch Laien unter geschoben. Wer hinterfragt schon die Aussagen eines Dr. med. oder Dr. phil. wenn nicht begründete Zweifel an seiner Kompetenz bestehen.

2003 befasste man sich auch schon mit Anomalien bei den Nachkommen von Besamungsebern
Anomalien: Afterlosigkeit, Zwitter, Spreizer, Zitter, Brüche, ....

Merkmal Hermaphroditismus
Unter Hermaphroditismus, Zwittertum oder Intersexualität versteht man das Vorkommen von Organen beider Geschlechter in unterschiedlichem Ausbildungsgrad in einem Individuum. Die Entwicklung des Geschlechts kann in drei Schritte unterteilt werden: Nacheinander entstehen das chromosomale, das gonadale und das phänotypische Geschlecht. Der Hermaphroditismus kommt durch Störungen in der Geschlechtsentwicklung zustande. Die intersexuellen Phänotypen lassen sich in folgende Gruppen einteilen: Pseudohermaphroditismus masculinus (Karyotyp XY, Hoden, phänotypische weibliche Merkmale), Pseudohermaphroditismus femininus (Karyotyp XX, Ovarien, phänotypisch männliche Merkmale), Hermaphroditismus verus (Karyotyp XX/XY, selten XXY, Ovarien und Hoden, Ovotestes, intersexuell) und in die XX- bzw. XY-Sex-Reversen.
Von Sex-Reversal-Syndrom spricht man wenn das chromosomale Geschlecht nicht mit dem Geschlecht der Gonaden übereinstimmt. Bei den XX-Sex-Reversen sind die Gonaden zumindest teilweise zu Hoden differenziert. Hierzu gehören auch die echten Hermaphroditen, die sich durch das Vorhandensein von sowohl Hoden- als auch Ovargewebe auszeichnen. Es kann eine Keimdrüse gesamt als Hoden, die andere als Ovar vorliegen. Häufiger liegen beide Organe in einer Gonade als Ovotestis oder Testovar vor (MEYERS-WALLEN, 1999; VAIMAN und PAILHOUX, 2000). Ist bei Vorliegen des XX-Genotyps nur Hodengewebe vorhanden, so spricht man von XX-männlichen Individuen. Pseudohermaphroditen oder Pseudozwitter sind ...
BEISSNER

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
ödp, Vetternwirtschaft, Buchner, Populismus, Dramatik, BHZP, Ferkel, Aktivität, Vererbungslehre, Beissner, Inzucht, Zwitter, Afterlosigkeit


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