IARC vs. Efsa: Glyphosat krebserregend oder nicht? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 13.11.2015, 11:19 (vor 1439 Tagen) @ H. Lamarr

Der Streit über das Pestizid Glyphosat geht in die nächste Runde: Die zuständige EU-Behörde Efsa erklärt es für "wahrscheinlich nicht krebserregend". Jüngst war die Internationale Agentur für Krebsforschung zu einem anderen Schluss gekommen. mehr ...

Auszug:
Grundsätzlich gilt: IARC und Efsa haben unterschiedliche Aufgaben. Die IARC ermittelt in erster Linie, wie stark die Beweislage dafür ist, dass etwas beim Menschen Krebs auslöst - und nicht, wie stark der Effekt ist. Die Efsa und das BfR dagegen betreiben Risikobewertung: Sie treffen also Aussagen darüber, in welchen Konzentrationen oder bei welchen Aufnahmeformen etwas gesundheitsschädlich ist, weshalb sie auch Grenzwerte vorschlagen.

Kommentar: Unter dieser Maßgabe ist die 2B-Eingruppierung von EMF durch die IARC nicht so überraschend. Umso unglücklicher aber ist die Kommunikationspolitik der IARC gewesen, nur pauschal vor EMF zu warnen und zu verschweigen, dass diese Warnung eben nicht für schwache Immission weit unter Grenzwert gilt (Mobilfunk-Basisstationen). Damit hat die IARC den Desinformationsabteilungen organisierter Mobilfunkgegner Tür & Tor geöffnet, mit der IARC-Bewertung hausieren zu gehen und die Bevölkerung gezielt zu verunsichern. Erst spät und zögerlich hat die IARC diesen Fehlinterpretationen einen Riegel vorgeschoben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
IARC, Klassifizierung, Glyphosat


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