Belo Horizonte: Warum die Zahl der Krebstoten konstant bleibt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 30.09.2011, 22:58 (vor 3286 Tagen) @ Kuddel

Wie ist es nun zu erklären, daß trotz Vervielfachung der Masten über 10 Jahre die absolute Anzahl an Krebstoten pro Jahr nahezu konstant bleibt ?

Das liegt an der Heilwirkung des Mobilfunks, die im Fernbereich von Sendemasten einsetzt!

Erstmals beobachtet hat diesen sensationellen Effekt niemand anders als Dr. Horst Eger, Vater der Naila-Studie und Vorbild für Adilza Dode.

Dr. Eger fasste die Naila-Studie seinerzeit in einer einzigen Grafik zusammen:

[image]

Wie leicht zu erkennen ist, nimmt der Krebs im Nahfeld eines Sendemasten laut Eger im Vergleich zu erwarteten Anzahl der Krebsfälle zu (gelbe Säule). Zugleich aber nimmt im Fernfeld der Krebs im Vergleich zur erwarteten Anzahl der Krebsfälle ab (weiße Säule). Da gemäß Kreisflächenberechnung das Fernfeld eine erheblich größere Fläche abdeckt als das Nahfeld (bei Eger war die Trennlinie zwischen beiden bei 400 Meter), wird die stärkere Zunahme (gelbe Säule) stückzahlmäßig von der schwächeren Abnahme (weiße Säule) mühelos egalisiert, so dass unterm Strich die Anzahl der Krebsfälle nahezu konstant bleibt (violette Säule).

Formal werden Sie an meiner obigen Ausführung kaum etwas zum Beanstanden finden, höchstens, dass die Fläche im Fernfeld überproportional größer ist als die im Nahfeld und deshalb die Anzahl der Krebstoten infolge der Heilwirkung des Mobilfunks insgesamt sogar eher fallen müsste. Mensch, "Kuddel", dies wäre doch ein Thema für eine sicherlich viel beachtete Presse-Information der "Grünen" aus F., ob wir sie mal triggern sollten?

Nein, natürlich ist das alles, auch wenn es formal richtig ist und logisch klingt, purer Blödsinn, Cargo-Kult-Wissenschaft, sonst nix. Denn es gibt eben keine Heilwirkung von Funkfeldern im Fernfeld. Dass sie in der Grafik von Dr. Eger dennoch klar erkennbar ist, ist keine Sensation, sondern nur ein Hinweis, dass es bei Egers Naila-Studie nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Wahrscheinlich ist ein unerkannter Fehler im Studiendesign die Ursache. Wenn aber im Fernfeld schon der Wurm drin ist, dann besteht begründeter Verdacht, dass Eger für seine Entdeckungen im Nahfeld ebenfalls nicht die Hand ins Feuer legen kann.

Wie leicht sich irgendwelche Krebscluster mit einem Sender in der Mitte finden lassen - und wie leicht welche ohne einen solchen Sender, zeigt dieser Beitrag aus dem Jahr 2005.

Und wie es um die wenig bekannte Naila-Nachfolgestudie von Dr. Eger in Hennen bestellt ist, Schwächen dieser Studie Stück für Stück im Zuge eines Diskussionsstrangs herausgearbeitet wurden, das lässt sich <hier> nachlesen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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