Was ich davon halte... (Elektrosensibilität)

Schmetterling @, Dienstag, 26.06.2007, 12:34 (vor 5635 Tagen) @ Kuddel

Daher ist meine persönliche Einstellung: Einen "ES-Effekt" könnte ich mir vielleicht noch bei sehr hohen Leistungsflußdichten (Handy am Ohr, oder 10Meter vor einer BS) vorstellen, bei kleinen Leistungsflußdichten im mW/m²-Bereich halte ich es für sehr unwahrscheinlich bzw praktisch unmöglich.


Danke für die ausführliche Antwort.
Wissen Sie was? Mir war klar, dass Sie den letzten Absatz schreiben werden.
:-)
Und ich muss Ihnen ehrlich sagen, wenn es mich nicht selber "erwischt" hätte, wer weiß, ob ich irgendjemandem glauben würde, der mir solche Geschichten erzählt.

Die ganze Situation erinnert mich ein bischen an einen Indizienprozess. Alles spricht gegen Sie u. nur Sie wissen, dass Sie unschuldig sind. :-(

Handy am Ohr spüre ich nicht (nicht Kurzzeit...Langzeit mit einem Dauertelefonierer in einem Auto: ja)).

Egal wie, ich spüre NF nur dann, wenn die Handyantenne eine bestimmte Qualität und Stärke liefert. Und das sind immer Kurzzeitwirkungen. (wenige min) Das heißt, ich kann es zuordnen und auch demonstrieren, falls jemand Interesse hat. Ändert sich bei HF (oder auch NF) irgendein Parameter (ich weiß nicht, ob das der richtige Ausdruck ist), zum Beispiel, wenn es zu regnen beginnt oder Nebel aufkommt, auch wenn ich mich ins Auto setze, sind diese Beschwerden weg.

Bei ausschließlicher HF Belastung ist es immer eine Langzeitwirkung. (als wenn sich der Körper aufschwingt...) Und es betrifft andere Körperfunktionen.
Das bietet sich für einen Test nicht so an.

Etwas anderes ist es, wenn beide Signale auf eine nichtlineare Funktion (z.B. Diode)treffen. (nichtlinear=> Eingangs und Ausgangsgröße sind nicht streng proportional => Sprungfunktion, e-Funktion, Potenzfunktion etc). Dann entstehen neue Signalanteile, die vorher nicht da waren. Zum Beispiel wird aus dem Klang einer normalen Gitarre durch einen nichtlinearen Verstärker der Klang einer E-Gitarre... weil zur ursürünglichen Frequenz des Eingangstones weitere "Harmonische" Schwingungen entstehen, oder 2 Töne sich zu neuen Tonfrequenzen "mischen".

Im Mobilfunk könnte die Pulsung des Hochfrequenzsignals durch eine nichtlineare Funktion (Diode) zu einem niederfrequenten Pulsstrom werden. Derartig hohe Reaktionsgeschwindigkeiten im Zusammenhang mit Spannungen und Strömen (elektromagnetischen Feldern) können nur auf Elektronenleitung (Bewegung freier Elektronen) basieren, da Ionen (weil größer/schwerer) viel zu träge sind. Freie Elektronen gibt es aber nur in Metallen und Halbleitern. Der Stromfluß im menschlichen Körper basiert überwiegend auf Ionenleitung (Elektrolyten bzw kompletten Atomen mit einer Ladung). Bisher konnten solche nichtlinearen Effekte in menschlichen Zellen bei höheren Frequenzen (im Megahertz-Bereich) auch nicht gefunden werden und sind auch aus physikalischer Sicht unwahrscheinlich...

Was wäre, nur hypothetisch, wenn der Körper diesen Reiz nicht physikalisch sondern chemisch weiterverarbeitet? Könnte das möglich sein?
Oder kann ein Muskel/der zuständige Nerv, ohne Weiterleitung übers Gehirn, direkt das Signal fehlinterpretieren (so, als wäre es ein körpereigenes Signal)? Können Sie das ausschließen?


der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.


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